Syrienkrieg Inferno in Idlib
Seit mehr als einem Monat ein alltägliches Bild in Idlib: Nach Luftangriffen steigt Rauch über der Provinz auf, in der rund drei Millionen Menschen leben.
Die Angriffe konzentrieren sich bislang auf zivile Einrichtungen in den größeren Städten der Provinz.
Bei einem Luftangriff auf die Kleinstadt Ariha wurden in der vergangenen Woche mindestens neun Menschen getötet und 28 weitere verletzt.
Nach einem Luftangriff auf die Stadt Maarat al-Numan versuchen Helfer, Verschüttete zu bergen. Für mindestens fünf Menschen kam jede Hilfe zu spät.
Ein Mann in Maarat al-Numan trauert um den Verlust seiner Angehörigen.
Donald Trump hat via Twitter an Russland, Syrien und Iran appelliert, die Attacken auf Idlib einzustellen. Die Regierung in Moskau hat sich die Einmischung aus Washington verbeten.
Seit Beginn der Offensive im April wurden nach Angaben der Uno mindestens 35 Schulen bombardiert.
In einem Krankenhaus in Sarakib warten ein Mann und ein Kind darauf, behandelt zu werden.
Ein Arzt behandelt nach einem Luftangriff ein verletztes Kind in Sarakib. Doch Menschen, die ein Krankenhaus in Idlib aufsuchen, begeben sich in höchste Gefahr. In den vergangenen Wochen haben syrisches und russisches Militär mindestens 24 Gesundheitseinrichtungen bombardiert.
Mindestens 300.000 Menschen sind in Idlib auf der Flucht. Viele von ihnen suchen Schutz im Schatten der Olivenhaine und leben unter freiem Himmel.
Die Hubschrauber und Kampfjets greifen längst nicht mehr nur Gebäude an: Sie beschießen auch gezielt Getreidefelder in der Provinz. Hunderte Hektar Ackerland sind in den vergangenen Wochen in Flammen aufgegangen.
Dieses Satellitenbild vom vergangenen Dienstag zeigt verbrannte Felder rund um das Dorf Habit in Idlib.
Ziel der Angriffe auf die Felder ist es offenbar, die Ernte zu zerstören und so den Menschen dort die Lebensgrundlage zu entziehen.