Tankerkatastrophe - DER SPIEGEL
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Die "Exxon Valdez"-Katastrophe "Wir verlieren etwas Öl"

Es war eines der schlimmsten Umweltdesaster aller Zeiten. Im März 1989 lief der Supertanker "Exxon Valdez" vor Alaska auf Grund. 40 Millionen Liter Öl ergossen sich ins Meer, Millionen Tiere starben qualvoll, bis heute ist die Küste belastet. Schuld hatte der Kapitän - er war betrunken. Von Sven Stillich
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Die Katastrophenhelfer: Ölverschmierte Arbeiter ruhen sich während der Aufräumarbeiten nach dem Unglück der "Exxon Valdez" 1989 in Alaska einen Moment aus. Viele von ihnen leiden bis heute an Lungenproblemen, Nervenkrankheiten, vergrößerten Lebern und ständigem Nasenbluten.

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Boykott-Aufruf: Weltweit riefen die Menschen nach dem Unglück der "Exxon Valdez" zum Boykott des Betreiberkonzerns Exxon, in Deutschland besser bekannt als Esso, auf.

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Kapitän Joseph Hazelwood: Der Konzern Exxon war er längst als Alkoholiker bekannt, als der Öltanker "Exxon Valdez" unter seiner Führung auf einen Felsen prallte und Millionen Liter Öl verlor.

Foto: AP
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Grabsteine für die Umwelt: Während sich am 18. Mai 1989, zwei Monate nach dem verheerenden Tankerunglück, die Exxon-Gesellschafter in Parsippany, New Jersey trafen, wurde das Gebäude von Demonstranten belagert.

Foto: AP
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Krisenstimmung: Exxon-Präsident Lee Raymond (l.) beim jährlichen Treffen der Firmengesellschafter in Parsippany, New Jersey, 1989. Vor dem Hotel hatten sich derweil etwa 250 Demonstranten versammelt.

Foto: AP
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Aufräumarbeiten: Millionen Liter Rohöl hatten sich im März 1989 in den Prinz William Sund ergossen. Auch, weil, das sich das für Notfälle dieser Art vorgesehene Schiff zu diesem Zeitpunkt gerade in Reparatur befand und der erste Hilfstrupp trifft erst nach 18 Stunden eintraf - so konnte das Massensterben nicht mehr begrenzt werden. Als drei Tage später ein Sturm aufkommt, wird der Ölteppich auf eine Fläche von mehr als 7500 Quadratkilometer verteilt und rund 2000 Kilometer Strand verschmutzt.

Foto: John Gaps Iii / AP
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Am Boden: Für die Fischer von Alaska bedeutete die "Exxon Valdez"-Katastrophe den Verlust der Lebensgrundlage. Viele heuerten nach der Katastrophe deswegen bei Exxon an und säuberten die Strände vom Öl.

Foto: AP
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Ölteppich: Als endlich die ersten Hilfstrupps im Prinz William Sund, dem Ort der Katastrophe eintrafen, war es schon zu spät - zu viel Öl war bereits aus dem Rumpf des Tankers gelaufen.

Foto: AP
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Toter Wal: Etwa eine halbe Million Seevögel, Tausende Otter, Robben und andere Tiere starben nach dem Tankerunglück im März 1989. Viele Tierarten haben sich von der Katastrophe bis heute nicht erholt.

Foto: AP
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Traurige Rückkehr: Mit Schleppern wurde die beschädigte "Exxon Valdez" am 5. April 1989 wieder in den Hafen gezogen. Als der Tanker knapp zwei Wochen zuvor aufgebrochen war, hatte er 200 Millionen Liter Rohöl geladen, von denen nun ein großer Teil das Prinz William Sund verseuchte.

Foto: Rob Stapleton / AP
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Öl im Prinz William Sund: Rund 2000 Kilometer Strand wurden vor Alaska von dem ausgelaufenen Öl der "Exxon Valdez" verschmutzt. Zum Vergleich: Schleswig-Holsteins Küste ist insgesamt nur 1200 Kilometer lang.

Foto: AP
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Auf dem Wasser: Etwa 40 Millionen Liter Rohöl flossen im März 1989 aus der leck geschlagenen "Exxon Valdez" in den Prinz William Sund vor Alaska. Der Ölteppich ließ sich da kaum noch eindämmen.

Foto: AP
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Ölverklebtes Gefieder: Gerade kleine Tiere waren von der Ölkatastrophe direkt betroffen. Doch weil sie am Anfang der Nahrungskette stehen, blieb auch für größere Tiere die Katastrophe nicht ohne Folgen. Bis heute haben sich die Bestände vor Alaskas Küste nicht von dem Unglück erholt.

Foto: AP
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Das Ausmaß der Katastrophe: Luftaufnahme vom Ölteppich um die "Exxon Valdez".

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Versunken im Öl: Als würde sie ausbluten, liegt diese Insel vor Alaska inmitten eines Ölteppichs. Tatsächlich hat sich die Natur in dieser Gegend auch Jahrzehnte nach der Katastrophe noch nicht erholt.

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15 Jahre nach der Katastrophe: Experten hatten vorausgesagt, das Öl der "Exxon Valdez" werde 1995 verschwunden sein. Doch wie dieser Fund eines mit Rohöl verschmierten Steins im April 2004 beweist, war diese Prognose wohl zu optimistisch.

Foto: Getty Images
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Protestshirt: Ein Fischer in Alaska zeigt seine Meinung zu dem Tankerunglück der "Exxon Valdez". Für viele am Prinz William Sund lebenden Menschen bedeutete die Katastrophe auch den Verlust ihrer Existenzgrundlage.

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Ölhafen: Während der Küstenort Valdez in Alaska früher hauptsächlich vom Fischfang lebte, müssen sich die Bewohner heute mit anderen Jobs über Wasser halten. Die Fischgründe haben sich seit dem Tankerunglück 1989 nicht wieder erholt. Im Hafen von Valdez werden jedoch bis heute Schiffe mit Öl aus den hier endenden Pipelines beladen.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?