Tapete Ein Leben auf der Tapetenbahn
Tapetendruckwalze: Ein besonders schönes Stück, heute sicher für Kenner etwas Besonderes. Mit dieser Walze wurden schöne Tapeten in der Tapetenfabrik DEUTA Einbeck gefertigt.
Ganz alte Druckzylinder: Mit dieser Walze wurde in der Stempeltechnik gearbeitet. Erhabene Teile transportierten die Farbe auf das Papier. Kinder erreichten mit dem Kartoffeldruck den gleichen Effekt.
Tapeten-Theke: An dieser Theke verkauften und kassierten Bärbel und Ferdi Keuter. Der Laden ist modernisiert und gehörte zu der Zeit zu den schönsten Tapeten Geschäften der Stadt. Im Anbau befand sich ein separater Verkaufsraum nur für Tapete. Alles klein, aber sehr fein. Fotografiert 1963.
Tapeten der neuen Saison sind eingetroffen: Eigentlich war es unnötig, alle zwei Jahre die Kollektion zu wechseln und die "alte Ware" zu verhökern. Der Normalkonsument konnte den Wechsel gar nicht feststellen, also war es ihm auch egal. Nur der Handel tat so, als sei das unumgänglich.
Beleuchtetes Fenster eines Tapeten-Fachgeschäftes: Stolz wurden am Abend alle Lampen angemacht, um das Sortiment den Spaziergängern zu zeigen. Nach heutigen Maßstäben war der Laden, mit 100 Quadratmeter Fläche eher klein. Aber hier kaufte man gerne ein, weil jeder, auch für Kleinigkeiten gut bedient wurde.
Tapetenfabrik MOHR: Eine alte Tapetenfabrik, gegründet von den Brüdern Mohr. Sie waren sehr erfolgreich und brachten neue Produkte auf den Markt. Sie waren auch die Ersten, die Vinyl-Schaum-Tapete produzierten. Später verkauften sie alles an die Deutsche Solvay. Viele Dinge führten in den neunziger Jahren zum Niedergang dieses früher so erfolgreichen Unternehmens.
Als das Foto gemacht wurde, war eine Genehmigung für eine Luftaufnahme noch zwingend vorgeschrieben. Das Foto hatte die Nummer:79/6187
Messe-Verkauf: Ferdi Keuter stellt bei einer Tapeten-Messe 1989 in Frankfurt die neue Kollektion vor. Wenn dieses Produkt nicht am Stand verkauft wurde, hatte man beim nächsten Kundenbesuch einen guten Einstieg.
Kleinkunst am Messe-Stand: Als besondere Überraschung hatten wir diesen Tänzer beauftragt, vorbeigehende Besucher der "Heimtex" 1989 auf uns aufmerksam zu machen. Hatte zwar wenig mit Tapete zu tun, erreichte aber unsere Kunden mit Unterhaltung. Wenn die von MOHR poitiv sprachen, war das schon die halbe Miete.
Tapeten-Atelier: Ein Raum in dem Tapeten-Muster entworfen wurden. Aus heutiger Sicht ein paradischer Arbeitsplatz?
Gemütlichkeit: Ein Wohnzimmer um die Jahrhundertwende im Stil der Zeit. Im oberen Bereich eine gemusterte Tapete und auf Türhöhe eine Sockeltapete.
"Einzelschlafzimmer": Mit einer schönen Borde ist der Tapetenabschluß geschmückt, das Bett mit einer Tagesddecke versehen, an der Wand hängen die Fotos der Ahnen.
Maschine für Leimdruck: Hier wird eine Tapete im Leimdruck-Verfahren hergestellt. Aufgehangen wie auf einer Wäscheleine kam sie dann in die Trockenkammer bevor sie auf Maß geschnitten und verpackt wurde. Kartons waren noch nicht üblich. In Papier verpackt und mit Draht verschnürt gingen die Ballen zum Versand.
Bürgerlichkeit hinter der Haustüre: Der Eingang zur Wohnung galt immer als Visitenkarte der Besitzer. So auch hier, eine schöne Tapete schückt die Wände.
Moderne Siebdruckanlage: Mit modernsten Techniken werden damit schöne Wandbekleidungen gefertigt. Im Gegensatz zu einer Anlage für Leimdruck, geht es hier wesentlich schneller. Schneller, schöner und preiswerter ist die Devise.
Tapetenherstellung im Hause Rasch: Fotos aus dieser Zeit sind selten, vor allem aus der Arbeitszeit sind die Zeitzeugen rar. Der Mann im weissen Kittel könnte einer der Firmeninhaber sein.
Neubau der Tapeten Fabrik Rasch im Jahre 1907: Nach einem Brand wurde an neuem Standort in Bramsche die Fabrik neu erstellt. Das ist noch heute der Standort das Unternehmens. Für das Unternehmen arbeiten 700 Mitarbeiter erfolgreich. 158 Mio. EUR (Gruppenumsatz 2007).
Reklame für Produkte der Fa. Rasch: Rasch bringt aus deutschen Ateliers 1939. der Folgetext fehlt, es fällt aber nicht schwer ihn zu komplettieren.
Kölner Werkbundausstellung von 1949: Die große Kölner Werkbundausstellung von 1914 war die erste Leistungschau des 1907 gegründeten Deutschen Werkbundes. Sie kostete die Riesensumme von 5 Mill. Mark. Auf Initiative von Konrad Adenauer wurde auf dem rechtsrheinischen Deutzer Rheinufergelände, gegenüber der Kölner Altstadt, die heutige "Kölner Messe"zur Verfügung gestellt. Hier bekam die Tapetenfabrik Rasch Jahre später den ersten Preis für vorbildliche Leistungen. Beachtlich ist die Zeit. Gerade gibt es die neue Währung und das gemeine Volk hat anderes im Sinn als zu tapezieren. Oder eben doch!
Reklame für Bauhaus Tapeten: Die Namen Bauhaus und Rasch bilden eine hervorragende Einheit. Schöne Muster und Qualität zeichnen die Wandbekleidung aus.