Tattoos in Japan Götter, Dämonen und Koi-Karpfen
Tsuyoshi Hashimoto (Name geändert) zeigt im Studio des Tätowierers Ryugensan in Tokio seine Tattoos.
Tätowierer Ryugensan arbeitet in einem Wohnviertel. Sein Klingelschild verrät nichts über seinen Beruf.
Über Hashimotos Rippenbogen zieht sich ein Dämon, der den Betrachter - wenn sich einer findet - anglotzt.
Ryugensan bei der Arbeit: Er sticht mit der alten japanischen Tätowiertechnik, bei der Nadeln an Holzstöcken, den sogenannten Tebori-Sticks, in die Haut gestochen werden.
Seine Bilder kann Hashimoto nur seiner Freundin zeigen, da Tattoos in Japan mit Verbrechern und Gangstern assoziiert werden. Auch aus Schwimmbädern würde Hashimoto rausfliegen.
Mit dem Tebori-Stick sticht Ryugensan unter die Haut. Oft dauert es Jahre, bis eines der großen Oberkörpertattoos fertig ist.
Bei diesem australischen Kunden müssen noch einige Flächen mit Farbe angereichert werden.
Menschen in der U-Bahn von Tokio: Wer Tattoos hat, versteckt die oft unter langer Kleidung.
Dieses Badehaus in der Nähe von Tokio verbietet tätowierten Besuchern den Eintritt.
Auf diesem Schild an einer Kneipe in Tokio steht: "Boryokudan" - "gewalttätige Gruppen" sind hier nicht erwünscht. So heißen die Yakuza, die japanische Mafia, im Polizeijargon.
Der Journalist Mitsuchika Fukuda berichtet seit Jahren über Tokios Subkulturen. "Wenn sich Japaner tätowieren lassen, suchen sie sich meistens Stellen aus, die sie leicht bedecken können", sagt er.