Tattoos aus Japan - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Tattoos in Japan Götter, Dämonen und Koi-Karpfen

Wer in Japan ein Tattoo trägt, macht sich verdächtig und wird diskriminiert. Denn tätowiert waren dort bis vor Kurzem nur die Mitglieder der Mafia. Dennoch lassen sich immer mehr junge Japaner stechen - weil sie die traditionellen Zeichnungen schön finden.
1 / 11

Tsuyoshi Hashimoto (Name geändert) zeigt im Studio des Tätowierers Ryugensan in Tokio seine Tattoos.

Foto: Marcel Klovert
2 / 11

Tätowierer Ryugensan arbeitet in einem Wohnviertel. Sein Klingelschild verrät nichts über seinen Beruf.

Foto: Marcel Klovert
3 / 11

Über Hashimotos Rippenbogen zieht sich ein Dämon, der den Betrachter - wenn sich einer findet - anglotzt.

Foto: Marcel Klovert
4 / 11

Ryugensan bei der Arbeit: Er sticht mit der alten japanischen Tätowiertechnik, bei der Nadeln an Holzstöcken, den sogenannten Tebori-Sticks, in die Haut gestochen werden.

Foto: Marcel Klovert
5 / 11

Seine Bilder kann Hashimoto nur seiner Freundin zeigen, da Tattoos in Japan mit Verbrechern und Gangstern assoziiert werden. Auch aus Schwimmbädern würde Hashimoto rausfliegen.

Foto: Marcel Klovert
6 / 11

Mit dem Tebori-Stick sticht Ryugensan unter die Haut. Oft dauert es Jahre, bis eines der großen Oberkörpertattoos fertig ist.

Foto: Marcel Klovert
7 / 11

Bei diesem australischen Kunden müssen noch einige Flächen mit Farbe angereichert werden.

Foto: Marcel Klovert
8 / 11

Menschen in der U-Bahn von Tokio: Wer Tattoos hat, versteckt die oft unter langer Kleidung.

Foto: Marcel Klovert
9 / 11

Dieses Badehaus in der Nähe von Tokio verbietet tätowierten Besuchern den Eintritt.

Foto: Marcel Klovert
10 / 11

Auf diesem Schild an einer Kneipe in Tokio steht: "Boryokudan" - "gewalttätige Gruppen" sind hier nicht erwünscht. So heißen die Yakuza, die japanische Mafia, im Polizeijargon.

Foto: Marcel Klovert
11 / 11

Der Journalist Mitsuchika Fukuda berichtet seit Jahren über Tokios Subkulturen. "Wenn sich Japaner tätowieren lassen, suchen sie sich meistens Stellen aus, die sie leicht bedecken können", sagt er.

Foto: Marcel Klovert
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?