Tauchen im Bergwerk Nuttlar - DER SPIEGEL
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Sauerland Tauchen unter Tage

Verlassene Geräte, surreale Schieferwände und geheime Schnapsvorräte: Das Bergwerk Nuttlar sieht noch genauso aus wie zu dem Zeitpunkt, als es geflutet wurde. Jetzt wurde hier einer der aufregendsten Tauchplätze Deutschlands für Besucher geöffnet.
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Geflutetes Schieferbergwerk Nuttlar: Erst rund zwei der insgesamt zwölf Kilometer unter Wasser sind bislang erkundet. Der Rest bietet ausgiebig Raum für Entdeckungen.

Foto: uwpics-bjoern.de
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In manchen Bereichen wirkt das Wasser fast transparent. Die engen, geschlossenen Stollen und Hallen bleiben ausgebildeten Höhlentauchern vorbehalten.

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Die Arbeiter haben dem Bergwerk am letzten Tag förmlich den Stecker gezogen: Taucher finden alles exakt so vor, wie es verlassen wurde.

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Fundstücke bei der Besichtigung ohne Tauchermaske: 1878 wurde das Schieferbergwerk in Betrieb genommen. Petroleum- und Karbidlampen aus verschiedenen Epochen sind häufig zu sehen.

Foto: Linus Geschke
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Auf den zwei- bis vierstündigen Touren über Wasser kommen die Besucher auch an mehreren Seilwinden vorbei; sogenannten Haspeln.

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Manche Wandbemalung zeugt von der politischen Gesinnung vergangener Zeiten: Unter dem Hakenkreuz steht die Jahreszahl 1938.

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Kein fest installiertes Licht, keine Laufroste, keine Handläufe: Wer Rainer Mengelers folgt, bekommt Bergmann-Feeling pur geboten.

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Schroffes Gestein, alte Gleisanlagen, vergessene Loren: Die Stollen des Bergwerks sind Rainer Mengelers Abenteuerspielplatz.

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Der Eingang wirkt unscheinbar und lässt kaum vermuten, welch riesiges Gebilde sich dahinter verbirgt.

Foto: Linus Geschke
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Wer tiefer in die gefluteten Abschnitte des Bergwerks vorstoßen möchte, braucht neben der nötigen Ausbildung auch eine höhlentauchergerechte Ausrüstung: Dazu gehören unter anderem Doppelflaschen, drei Lampen, zwei getrennte Atemsysteme und ein Trockentauchanzug.

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Finsteres Reich: Schon der Einstieg und der für Sporttaucher freigegebene Bereich vermitteln: Angst vor Dunkelheit dürfen Besucher nicht haben.

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Erst in einer Schwarzweißaufnahme kommt die Mystik des Tauchens unter Tage richtig zur Geltung.

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Kunstwerke aus Abfällen: Den nicht verwendbaren Schiefer haben die Bergleute zu kleinen Bergen aufgetürmt (links).

Foto: uwpics-bjoern.de
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?