Tbc bei Milchkühen - DER SPIEGEL
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Tbc bei Milchkühen Rindviecher und Milchmädchenrechnungen

Marktwirtschaft kontra Planwirtschaft: Nach dem Krieg kämpfte die deutsche Milchindustrie gegen die ansteckende Tuberkulose bei Kühen. Wirtschaftliche Zwänge brachten in der BRD in wenigen Jahren Erfolg. Die DDR brauchte aus politischen Gründen zehn Jahre länger. Von Ernst Woll
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Tbc-Bekämpfung in der DDR: Das Schild "Staatlich anerkannter tuberkulosefreier Rinderbestand" durften alle LPG und individuellen Rinderhaltungen am Eingang zu den Rinderställen anbringen, in denen alle Rinder nach mehrmaligen "Tuberkulintest" Tuberkulosefrei waren. Es war eine staatliche Urkunde.

Foto: Ernst Dr. Woll
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Kuh und Kalb im Garten: Bei der Bekämpfung der Rindertuberkulose hinkte die DDR der BRD hinterher - für die SED stand stets das Ziel im Vordergrund, den staatlichen "Tierhaltungsplan" einzuhalten - das Gesundheitsrisiko durch Tbc war sekundär.

Foto: Ernst Dr. Woll
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Rindermastbetrieb: Rinder, bei denen Tbc diagnostiziert wurden, mussten von den gesunden Rindern getrennt mit anderen infizierten Tieren zusammen gehalten werden, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Problematisch war, dass lange Zeit verlässliche Tests zur Feststellung der Krankheit fehlten - und eine Infizierung erst nach der Schlachtung festgestellt werden konnte.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-64597-0002

Foto: Das Bundesarchiv/M. Schmidt
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Kalb im Stall: Eine besondere Tuberkulose-Ansteckungsgefahr ging von der Kuhmilch aus - nicht nur für die eigenen Jungtiere der Kühe, sondern auch für Menschen, die frische unabgekochte Kuhmilch tranken - wie es Ernst Woll selbst gern tat.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1983-0613-001

Foto: Das Bundesarchiv/Rainer Weisflog
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