Tbc bei Milchkühen Rindviecher und Milchmädchenrechnungen
Tbc-Bekämpfung in der DDR: Das Schild "Staatlich anerkannter tuberkulosefreier Rinderbestand" durften alle LPG und individuellen Rinderhaltungen am Eingang zu den Rinderställen anbringen, in denen alle Rinder nach mehrmaligen "Tuberkulintest" Tuberkulosefrei waren. Es war eine staatliche Urkunde.
Kuh und Kalb im Garten: Bei der Bekämpfung der Rindertuberkulose hinkte die DDR der BRD hinterher - für die SED stand stets das Ziel im Vordergrund, den staatlichen "Tierhaltungsplan" einzuhalten - das Gesundheitsrisiko durch Tbc war sekundär.
Rindermastbetrieb: Rinder, bei denen Tbc diagnostiziert wurden, mussten von den gesunden Rindern getrennt mit anderen infizierten Tieren zusammen gehalten werden, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Problematisch war, dass lange Zeit verlässliche Tests zur Feststellung der Krankheit fehlten - und eine Infizierung erst nach der Schlachtung festgestellt werden konnte.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-64597-0002
Kalb im Stall: Eine besondere Tuberkulose-Ansteckungsgefahr ging von der Kuhmilch aus - nicht nur für die eigenen Jungtiere der Kühe, sondern auch für Menschen, die frische unabgekochte Kuhmilch tranken - wie es Ernst Woll selbst gern tat.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1983-0613-001