Technik-Nostalgie: Die ersten Digitalkameras - DER SPIEGEL
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Technik-Nostalgie Die ersten Digitalkameras

Alle knipsen, niemand entwickelt: Zur Jahrtausendwende hielten Kamerahersteller Digitalkameras noch für ein Profiprodukt, fünf Jahre später waren Analogkameras ein Nischenmarkt und die ersten Fotogroßlabore gaben auf. SPIEGEL ONLINE blickt zurück auf die elektronische Bilderrevolution.
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Kodak-Zentrale in Rochester, New York: Anfang 2012 hatte Kodak Gläubigerschutz beantragt, der Konzern will das Fotogeschäft völlig aufgeben und sich als Druckdienstleister neu erfinden.

Foto: AFP
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Kodak-Digitalsensoren: Der Fotokonzern investierte früh ins Digitalgeschäft, zum Beispiel in die Produktion digitaler Bildsensoren. Die Kodak-Technik wird zum Beispiel in einigen Leica-Digitalkameras genutzt.

Foto: AP/ Kodak
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Kodak Playfull Waterproof: Kodakt produzierte auch digitale Fototechnik für den Massenmarkt, zum Beispiel diesen wasserfest Camcorder, der 2011 auf den Markt kam. Kodak ist ein Opfer des schnellen Übergangs des Fotomassengeschäfts zur Digitaltechik geworden, das Kodak-Management hatte das Tempo der Umstellung unterschätzt, zu Beginn des Digitalbooms Ende der neunziger Jahre investierte Kodak zu wenig ins Massengeschäft, den übernahmen Konkurrenten wie Olympus, Nikon und Canon.

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Olympus C-800 L: 1996 erschienen, kostete zunächst knapp 2000 Mark, 810.000 Bildpunkte (0,8 Megapixel).

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Olympus C-1400 XL: 1,5 Megapixel, dreifacher optischer Zoom, kostete bei der Markteinführung in Deutschland Ende 1998 mehr als 2000 Mark.

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Olympus C-2500-L: Diese Digitalkamera war 1999 in Deutschland erhältlich und speicherte Fotos mit 2,5 Megapixeln Auflösung.

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Olympus OM-4: Die letzte Analogkamera von Olympus war von 1987 bis 2002 im Handel und kostete anfangs 1300 Mark.

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Nikons letzte analoge Kompaktkamera: Die Lite Touch Zoom 100W war bis 2003 im Handel.

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Nikons erste digitale Spiegelreflexkamera: Die E2 war von 1995 an im Handel - die auf den Profimarkt (Pressefotografen) ausgerichtete Kamera kostet anfangs knapp 30.000 Mark.

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Nikons letzte analoge Spiegelreflex: Die F6 ist seit 2004 erhältlich und wird immer noch verkauft (für mindestens 1500 Euro).

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Digitale Kompaktkamera: Die Nikon COOLPIX 100 kam 1997 als erste Digitalknipse der japanischen Fotofirma auf den Markt. Die 0,3-Megapixel-Aufnahmen (512x480 Bildpunkte!) wurden im vier Megabyte großen Flash-Speicher festgehalten. Die Kamera kostete 1000 Mark. Den größten Teil des Gehäuses nimmt der Akku (vier Mignonzellen) ein.

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Canon: Die Digital Ixus AiAF (auf den Markt gekommen im Jahr 2000) war eine der ersten digitalen Komapktkameras von Canon. Davor gab es einige Modelle der PowerShot-Reihe, ...

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... zum Beispiel die PowerShot 600 (Markteinführung Juli 1996, höchste Auflösung 832x624 Bildpunkte, 1800 Mark Erstverkaufspreis) und ...

Foto: Canon
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... die PowerShot Pro 70 (im November 1998 in Deutschland erhältlich, 1,6 Megapixel Auflösung, 2800 Einführungspreis).

Foto: Canon
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Epson PhotoPC 800: Die Digitalkamera kam 1999 in den Handel, kostete 1400 Mark und speicherte Aufnahmen mit 2,1 Megapixel Auflösung.

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EOS D30: Die erste digitale Spiegelreflexkamera (3,1 Megapixel, Einführungspreis mehr als 6000 Mark) von Canon, im Oktober 2000 in Deutschland erhältlich. Zuvor hatte Canon zusammen mit Fuji im Juli 1995 die EOS DCS3 auf den Markt gebracht (deren digitale Komponenten Kodak lieferte). Die DCS3 nahm 1,3 Megapixel auf und wog 1,8 Kilo - ohne Objektiv!

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?