Techno Classica: Oldtimer mit Potenzial - DER SPIEGEL
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Expertentipps zum Oldtimerkauf Klassiker von 10.0000 bis 20.000 Euro

Wir haben Experten um ihre besten Kauftipps für Autoklassiker bis maximal 10.000 und 20.000 Euro gebeten. Old- und Youngtimer von Porsche über Citroën bis Toyota: Hier sind die Antworten.
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Bis 10.000 Euro
Die dritte XJ-Baureihe von Jaguar haben viele noch nicht auf dem Zettel. Die Fahrzeuge steigen im Wert aber stetig und sind noch zu Preisen unter 10.000 Euro zu haben. Dafür bekommt man ein gut verarbeitetes Auto mit hochwertiger Ausstattung - Luxusklasse eben. Vorsicht: Nur Fahrzeuge ab der dritten XJ-Generation (Series III) sind ausreichend gegen Rost geschützt. (Tipp von Jürgen Desch, Geschäftsführer "A+C Autoclassic GmbH")

Foto: Jaguar
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Bis 10.000 Euro
Er läuft und läuft und läuft - der VW Käfer ist und bleibt ein Klassiker. Da es verhältnismäßig viele Exemplare über die Zeit geschafft haben, findet man den Käfer auch in gutem Zustand noch zu Preisen unter 10.000 Euro bei stabiler Wertentwicklung. Aber Vorsicht: Das Auto sollte unverbastelt und im Originalzustand sein, sonst lohnt sich der Kauf nicht. (Tipp von Norbert Schroeder, Gutachter TÜV Rheinland)

Foto: Volkswagen
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Bis 10.000 Euro
Ein guter Tipp für Liebhaber der Marke ist der Audi 80 der dritten Generation (ab 1986). Das Auto hat eine vollverzinkte Karosserie, und ist dadurch wenig rostanfällig. Viele nutzen den Audi 80 sogar noch heute als Alltagsfahrzeug. Ein Geheimtipp ist die Ausführung mit robustem 2,3-Liter-Fünfzylindermotor. (Tipp von Hajo Faber, "Levy Classic Cars")

Foto: Audi
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Bis 10.000 Euro
Der Renault R4 sollte viel Platz im Innenraum, geringe Außenmaße und vier Türen bieten, sowie leicht bedienbar sein. Rostvorsorge stand im Lastenheft allerdings - wenn überhaupt - nicht ganz oben auf der Liste. Erst ab Frühjahr 1972 versah Renault die für Deutschland bestimmten Autos mit Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung. Immerhin: Die Karosseriebleche sind untereinander und mit dem Rahmen verschraubt und lassen sich leicht austauschen. (Tipp von Marius Brune, Geschäftsführer "Classic Data")

Foto: Renaut
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Bis 10.000 Euro
Für Fans ist es der letzte wahre Alfa Romeo. Tatsächlich war der Alfa 75 das letzte Modell mit Transaxle-Technik und Heckantrieb. Experten loben das Auto - untypisch für Alfa Romeo - für die vergleichsweise gute Rostvorsorge. Besonders die Ausführung Twin Spark mit 2,0 Liter-Vierzylinder und 148 PS ist noch ausreichend vorhanden und bringt neben Fahrspaß auch noch den passenden Sound mit. Die Sechszylinder-Varianten sind schon deutlich teurer. (Tipp von Marius Brune, Geschäftsführer "Classic Data")

Foto: Alfa Romeo
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Bis 10.000 Euro
Der Nissan 300ZX ist ein guter Grund, auch Modelle aus Fernost auf dem Zettel zu haben. Der rassige Sportwagen der ersten Generation von 1983 bis 1989 bietet zuverlässige Technik, eine solide Karosserie und eine robuste Mechanik. Außerdem besticht der 300 ZX durch sein abnehmbares Targadach und umfangreicher Serienausstattung - wie ein verstellbares Fahrwerk, elektrische Fensterheber oder Servolenkung. Ein sportlicheres und besser verarbeitetes Auto für unter 10.000 gibt es nicht. (Tipp von Marius Brune, Geschäftsführer "Classic Data")

Foto: Nissan
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Bis 10.000 Euro
Vom Designer Giorgio Giugiaro als "Haushaltsgerät auf Rädern" konzipiert, war der Fiat Panda genau das: ein Gebrauchsgegenstand. Entsprechend gut war auch die Rostvorsorge der ersten Generation (Typ 141), die zwischen 1980 und 2003 bei Fiat vom Band lief. Für Förster und Landwirte boten die Italiener den Panda ab 1983 auch mit Allradantrieb als "4x4" an. Trotz der maximal 54 PS war der 850 Kilogramm schwere Panda 4x4 erstaunlich geländegängig. Gut erhaltene Exemplare liegen teilweise deutlich unter 10.000 Euro. (Tipp von Marius Brune, Geschäftsführer "Classic Data")

Foto: Fiat
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Bis 10.000 Euro
Der Jeep Cherokee XJ ist der Urvater aller SUVs. Obwohl der kompakte Jeep das Marktsegment der urbanen Geländewagen quasi erfand, hat er nichts mit heutigen SUV gemein. Vom Fahrersitz aus versperren keine dicken B- und C-Säulen die Sicht, alles ist hell, übersichtlich und geräumig. Und trotz seiner Stadttauglichkeit ist der Cherokee ein Geländegänger der alten Schule. Die 4,0-Liter-Sechszylinder-Variante mit Vierstufenautomatik gilt als besonders robust und wird immer gefragter. (Tipp von Marius Brune, Geschäftsführer "Classic Data")

Foto: Chrysler
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Bis 10.000 Euro
Der Audi 60 war 1965 das erste Modell nach dem Zweiten Weltkrieg, das die Auto Union GmbH unter dem Namen Audi auf den Markt brachte. Die Limousine mit Vierzylinder-Viertaktmotor, Frontantrieb und selbsttragender Karosserie war ursprünglich für Mercedes-Benz entwickelt worden. Rund 417.000 Exemplare rollten zwischen 1965 und 1972 vom Band. Gut erhaltene Modelle im Zustand 2 gibt es schon für weniger als 10.000 Euro. (Tipp von Nadim Moufarrej, "AMM Motor Classic")

Foto: AUDI
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Bis 20.000 Euro
Schon die erste Generation des Sportwagens MR2 von Toyota erlangte in seiner Bauzeit von 1984 bis 1990 Kultstatus. Der Kompaktrenner mit Mittelmotor und herausnehmbarem Targadach hat neben einem hochwertigen Interieur auch eine gute Rostvorsorge ab Werk. Mit Ersatzteilen wird es schwieriger. Technische Komponenten und Karosserieteile sind immer seltener zu finden. Daher lohnt es, lieber mehr Geld für ein Fahrzeug in gutem Originalzustand zu investieren. Die Jahrgänge 1987 bis 1990 verzeichnen einen stabilen Wertzuwachs. (Tipp von Frank Wilke, Geschäftsführer "Classic Analytisc")

Foto: Toyota
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Bis 20.000 Euro
Der Porsche 944 mit Frontmotor sorgte 1981 für einen Sturm der Entrüstung unter den Fans der Marke. Insbesondere der 944 S2, der 1989 auf den Markt kam, wird heute aber immer beliebter. Der wassergekühlte Dreiliter-Motor mit 211 PS war damals der größte Pkw-Vierzylinder aus Großserienproduktion. Frühe Modelle des S2 erhalten 2018 ihr H-Kennzeichen und die Motoren und Mechanik sind bei normaler Pflege robust, das Blech verzinkt. Preislich bildet der S2 die Mitte zwischen den Saugmotoren mit 160 PS und den Turbo-Varianten mit 220 oder 250 PS. (Tipp von Hajo Faber, "Levy Classic Cars")

Foto: Porsche
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Bis 20.000 Euro
Als Nachfolger des Pagoden-SL präsentiert Mercedes 1971 den R107, der erstmalig mit einem V8-Motor angeboten wurde. Nach 237.287 gebauten Exemplaren zwischen 1971 und 1989 sind die jüngsten Modelle noch nicht einmal Oldtimer. Dementsprechend viele Exemplare gibt es noch auf dem Markt. Mit Glück findet man den R107 für 20.000 Euro - kleinere Restaurierungsarbeiten inklusive. Modelle in sehr gutem Zustand sind meist deutlich teurer. Die vorderen Kotflügel, Heckschürze, Schweller und Lampentöpfe sind anfällig für Rost. (Tipp von Nadim Moufarrej, "AMM Motor Classic")

Foto: Daimler
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Bis 20.000 Euro
Wie zuvor der T1 und der T2 ist mit dem T3 nun auch die dritte Generation des VW Bulli im Oldtimer-Himmel angekommen. Die Preise für den zwischen 1979 und 1992 gebauten Wagen ziehen schon seit Jahren kräftig an. Exemplare für unter 10.000 Euro haben oft rostige Überraschungen parat. Noch gefragter als der 9-sitzige Caravelle sind die Camping-Varianten von Westfalia. In gutem Originalzustand sind Preise um die 20.000 Euro inzwischen eher die Regel als die Ausnahme - Tendenz steigend. Blickt man auf die Baureihen T1 und T2 ahnt man, wohin sich die Preise noch entwickeln könnten. (Tipp von Marius Brune, Geschäftsführer "Classic Data")

Foto: Volkswagen
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Bis 20.000 Euro
Seit 1979 ist das Mercedes G-Modell ein geländegängiger Dauerbrenner, der in seiner Grundform bis heute kaum verändert wurde. Trotz wachsender Fangemeinde gibt es die erste Generation (W460) noch immer zu Preisen um die 20.000 Euro. Mercedes hat das Auto mit einem robusten Rahmen und einer Karosserie mit wenig Hohlräumen entworfen. Roststellen kann es an Windschutzscheibe, Stehblechen, Federrahmen und am Tank dennoch geben. Mechanisch gilt der W460 als robust und ist im Gegensatz zu den jüngeren Generationen auch noch bezahlbar. (Tipp von Marius Brune, Geschäftsführer "Classic Data")

Foto: Daimler
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Bis 20.000 Euro
Mit dem Citroën CX wollte sich der französische Autobauer in der Liga der luxuriösen Limousine etablieren. In zwei Generationen zwischen 1974 und 1991 gefertigt, verkaufte sich das Modell 1,2 Millionen Mal. Problemzonen sind die oft rostigen Türkanten, Schweller, Batteriekästen, vorderen Kotflügel und Querträger. Wer um die 20.000 Euro investiert, ist aber auf der sicheren Seite. Mit der hydropneumatischen Federung und fünf Sitzen schwebt es sich im CX noch heute komfortabel über die Straßen. (Tipp von Marius Brune, Geschäftsführer "Classic Data")

Foto: Citroen
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Bis 20.000 Euro
Die erste Generation des Sportcoupés Alfa Romeo Alfetta GTV wurde Anfang 1974 eingeführt und von Giorgio Giugiaro gezeichnet. Rost ist das große Problem dieses Autos. Die Karosserie des Alfa rostete oft schon wenige Jahre nach Auslieferung als Neufahrzeug. Für Preise um die 20.000 Euro gibt es dennoch sehr gute Modelle. Den Vierzylindermotor, den es von 1,6 bis 2,0 Litern Hubraum gibt, muss man umsichtig behandeln. Vorsichtig warm fahren, keine hohen Drehzahlen in kaltem Zustand und regelmäßige Wartungsarbeiten. (Tipp von Marius Brune, Geschäftsführer "Classic Data")

Foto: Alfa Romeo
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Bis 20.000 Euro
Der MGB ist der Inbegriff des klassischen britischen Roadsters. 1962 vorgestellt, setzte ab Ende des Jahrzehnts unter Autobauern der Trend ein, große Motoren in vergleichsweise kleine Autos zu bauen. Ein Ergebnis war neben dem AC Cobra und dem Sunbeam Tiger auch der MGB V8 GT, der 1973 erschien. In die Ära der Ölkrise gebaut, war das Auto ein Flop. Inzwischen wurde der Roadster wiederentdeckt, und gute Exemplare sind für um die 20.000 Euro zu haben. Karosserieteile sind allerdings teuer, daher genau auf Rost an Schwellern, Kotflügeln und den Lampen achten. (Tipp von Marius Brune, Geschäftsführer "Classic Data")

Foto: imago/Sebastian Geisler
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Bis 20.000 Euro
Noch kein Klassiker, aber definitiv einer den man sich merken sollte. Das BMW Z3 Coupé hat durch seine Formgebung schon immer polarisiert. Einige Modelle haben von Haus aus aber mit Qualitätsmängeln zu kämpfen. Häufiges Problem beim TÜV sind die beiden Achsen oder die oft nur einseitig wirkende Handbremse. Investieren sollte man in Fahrzeuge mit der höchstmöglichen Ausstattung und Motorisierung, um in ein paar Jahren mit einer Wertsteigerung rechnen zu können. Das nur 6995-mal gebaute Coupé hat definitiv Klassiker-Potenzial. (Tipp von Norbert Schroeder, Gutachter TÜV Rheinland)

Foto: BMW
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