Techno-Star DJ Koze Spaß mit "Bingwwwfffffff"
Der Grund für seine Beliebtheit? "Vielleicht ist es das Un-DJ-Mäßige an mir", mutmaßt Kozalla. Ganz sicher schaden sein Humor und sein Talent zur originellen Selbstinszenierung nicht.
Allerdings schadet es auch nicht, sich manchmal etwas rar zu machen, meint der Hamburger: "Wenn man nichts auf der Schubkarre hat, dann sollte man auch nicht mit Dauerpräsenz nerven."
Deshalb suchte und sammelte er acht Jahre lang Sounds für sein neues Album "Amygdala".
Ebenso wie seine DJ-Sets ist auch das Album voller Stücke, "in denen der Wahnsinn schlummert und nur hier und da kurz ausbricht".
"The Geklöppel Continues" also, um den Titel einer früheren Maxi zu zitieren: Kozalla (ja, auch auf diesem Bild ist er zu sehen) macht Musik, in der "Abgründe und Verweigerungshaltung und Selbstzweifel und Größenwahn" durchscheinen.
Nach dem Hamburger Stadtteil, in dem er wohnt, nannte er einen Track "Der Jäger von St. Georg" - doch ist er mit seinen Platten weltweit auf Tour.
DJ Koze und Schorsch Kamerun: Hamburger Szenegrößen unter sich.
Manchmal ist auch der Glamour brüchig: Nach misslungenen Auflegeabenden geht Kozalla "mit dem totalen Blues nach Hause".
Aber an guten Momenten, wenn alles sich anfühlt wie die perfekte Silvesterfeier, dann denkt er: "Alles ist gut, meine Musik ist fantastisch!"
Albumcover "Amygdala": Zu den Gesangsgästen auf der Platte zählen Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Dan Snaith (Caribou) und - aus dem Jenseits - Marvin Gaye und Hildegard Knef.