Teeplantage in Sri Lanka Teeplantage in Sri Lanka
Knochenarbeit: Balasingham Prameela, 38, ist Teepflückerin auf Sri Lanka. Mit diesem Job verdient sie 2,50 Euro am Tag.
Milliardengeschäft: Tee ist Sri Lankas wichtigste Einnahmequelle. Doch die Arbeit ist hart und sieht aus wie vor hundert Jahren. Alles wird per Hand gepflückt, die Arbeiter müssen schwer tragen und an sieben Tagen pro Woche aufs Feld.
Arbeitsplatz: Zu den Plantagen gehören nicht nur die Teepflanzen, sondern auch die Behausungen der Arbeiter. Wer sich einen anderen Job sucht, hat keine Wohnung mehr.
Dienstwohnung: Aber was heißt hier Wohnung? Die Arbeiter sind in Lehmhütten untergebracht, ohne fließendes Wasser oder Strom. Die Behausungen...
...sind finster und karg, gekocht wird am offenen Feuer,...
...das Wasser zum Kochen und Waschen holen die Bewohner von einem entlegenen Bach.
Tee-Familie: Die allermeisten Plantagenarbeiter sind Tamilen, deren Vorfahren vor 150 Jahren von den britischen Besatzern aus Indien hergebracht wurden. Sie sprechen Tamilisch, aber nicht das vorherrschende Singhalesisch. Auch deshalb fällt ihnen sehr schwer, aus dem Teufelskreis des Teeanbaus auszubrechen.
Versorgung: Die Kinder sammeln Brennholz und müssen auch sonst viel im Haushalt arbeiten. Oft fehlt ihnen deshalb die Zeit für Hausaufgaben.
Rentenlücke: Salamath Serpie ist 85 Jahre alt und hat Jahrzehnte lang auf der Plantage geschuftet. Rente bekommt sie keine. Ihre Familie muss sie von dem ärmlichen Gehalt mit durchbringen.