Tempo-Kleinlaster - DER SPIEGEL
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Tempo-Kleinlaster Als ganz Deutschland Dreirad fuhr

Der Motor des Wirtschaftswunders machte Räng-Täng-Täng: Auf den Pritschen der dreirädrigen Tempo-Laster karrten die Deutschen den Schutt des Zweiten Weltkriegs weg, bauten ihren ersten Wohlstand auf - und fuhren unter dem stoischen Hämmern des Zweitakters bis nach Afrika. Jetzt feiert der Tempo-Laster 80. Geburtstag.
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Tempo Hanseat: Die Kleinlaster der Tempo-Werke waren wahre Multitalente - mehr oder weniger unfreiwillig. Weil sich die Deutschen in den fünfziger Jahren - wenn überhaupt - nur ein Auto leisten konnten, fuhren sie mit dem Firmenlaster oft auch in den Urlaub. An der Ostsee, wie hier auf dem Bild zu sehen, aber auch bis nach Italien.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Dealer auf drei Rädern: Die unverwüstliche Einfachheit der Tempo-Kleinlaster machte sie zum bevorzugten Lieferwagen der mittelständischen Betriebe.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Werbung für den Matador 1000: Ein Werbeprospekt für den "Matador 1000", den "modernen wirtschaftlichen 1 Tonner" von 1954.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Cover des Tempo-Magazins: Das Tempo-Magazin berichtete 1952 auf der Titelseite über die Ostersternfahrt des Oldenburger Motorsportclubs. Kein Wunder, die Strecke Hamburg-München-Hamburg-Oldenburg, immerhin 3.700 km, schafften die Mannschaftssieger um Erich Landahl aus dem Tempo-Instandsetzungsbetrieb mit ihren drei "Hanseat" in drei Tagen. Mit spektakulären Aktionen wie diesen festigten die Kleinlaster aus dem Hause Vidal+Sohn in Hamburg ihren Ruf als unverwüstliche Arbeitstiere - und heizten den Verkauf weiter an.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Mit dem Tempo bis nach Afrika: Diesen Tempo-Kleinlaster vom Typ Hanseat fotografierte Tempo-Firmengründer Oscar Vidal 1952 in Ägypten vor den Pyramiden.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Tempo Kombinationswagen: Firmengründer Oscar Vidal beim Einsteigen in einen Kombinationswagen der Tempo-Werke in Hamburg. Diese waren sowohl für Warentransporte, als auch den Gebrauch als Freizeitautos konzipiert.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Der Showroom: Ein Tempo "Hanseat" Pritschenwagen 1949 vor dem Tempo-Ausstellungsraum am Ballindamm in Hamburg.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Tempo Hanseat Dreirad Kastenwagen: Ein "Hanseat" mit typischem Aufbau Anfang der fünfziger Jahre in Coburg. Die Aufschrift "Ihr Konsum bis vor die Tür" auf dem Laderaum zeugt von der Freude einer Nation über ihre neue Mobilität.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Tempo T6 und Matador: Diese Werbeaufnahme schmückte auch die Ausgabe September/Oktober 1953 des Tempo-Magazins. Sie entstand anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläums und zeigt einen Generationentreffen: Die erste Eigenproduktion von Vidal+Sohn, den Dreiradlaster vom Typ T6, und ihre Schöpfung, den Matador-Luxusbus.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Fotomontage mit Dreirad Pritschenwagen: Die vordere Seitenansicht eines Pritschenwagens vom Typ E 400.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Der Wikinger: Ein Tempo "Wiking" Campingwagen von 1955.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Werbung für den Tempo Hanseat: Ein Werbeprospekt von 1951 verspricht für das Modell "Hanseat" "Tempo von den Alpen bis zur Nordsee". Tatsächlich fuhren viele Besitzer sogar noch weiter - manche bis nach Italien oder Afrika.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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"Der wirtschaftliche Kleinlaster"?: Ein Werbeprospekt von 1955 mit dem Titel "Tempo Hanseat, der wirtschaftliche Kleinlaster". Der Prospekt erschien nach der Produktion des 100.000 Tempo-Wagens.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Das Fahrgestell: Aus dem Werbeprospekt "Der robuste Kleinlastwagen" von 1949. Diese Seite zeigt die genauen technischen Angaben zum Fahrgestell eines Tempo Hanseat, die erhältlichen Aufbauten, sowie eine - extrem übersichtliche - Liste der aufpreispflichtigen Extras.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Der robuste wirtschaftliche 3/4 Tonner": Ein englischsprachiger Werbeprospekt von 1955 bewirbt den Kleinlaster aus Hamburg. "Tempo Hanseat 53, the sturdy and economical 3/4 tonner". Darin Abbildungen und Informationen zu verschiedenen Hanseat-Modellen (mit Heinkel-Motor), Tieflader- und Hochlader-Pritsche, Kasten und Koffer-Kasten mit Rück- und Seitentür, Viehtransportwagen, Kombiwagen und technische Daten zum Hanseat 53. Der Prospekt erschien nach der Produktion des 100.000 Tempo-Wagens.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Tempo Matador Kastenwagen im Belgisch-Kongo: Tempo-Fahrzeuge wurden auf alle Kontinente exportiert - exotische Aufnahmen wie diese hier aus dem Jahre 1952 wurden immer für Werbezwecke in den hauseigenen Veröffentlichungen wie "Tempo-Magazin" oder "Tempo-Hausmitteilungen" genutzt.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Verkaufsraum: Verkaufsraum des Tempo-Händlers Hans-Heinrich Zimpel in Krefeld mit den Modellen "Hanseat", "Matador" und einem Chassis im Vordergrund, aufgenommen im Januar 1952.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Erfrischung aus Übersee: Tempo E 200 Kastenwagen mit der Aufschrift "Erfrische Dich, trink Coca-Cola" aus dem Jahre 1936.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Tempo Wiking Campingwagen: Dieses Werbefoto des Tempo-Werks aus dem Jahre 1953 zeigt einen der Kleinlaster mit vier Rädern. Anfang der fünfziger Jahre ging der Trend klar zu größeren Transportern - mit vier Rädern. Dieser Entwicklung versuchte Vidal+Sohn mit Modellen wie dem Wiking oder dem Matador Rechnung zu tragen - kam aber gegen den Bus von Volkswagen letztendlich nicht an.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Tempo Wiking Transportwagen: Blick in den Laderaum eines Tempo "Wiking" Transportwagens.

Foto: Tempo-Archiv Museum der Arbeit
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Tempo Dreirad: Transporter im Vergleich - Tempo zu einem von 1999

Foto: Ulrich Voigt
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Tempo Dreirad: 1999 an der Elbe bei Hamburg gesehen

Foto: Ulrich Voigt
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Das Dreirad in Frontsicht: Eine Tempopritsche als Ausstellungsstück in einer Gärtnerei in Kassel

Foto: Ulrich Niemeyer
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Das erste neue Auto: Der älteste Sohn des Besitzers mit dem Tempo auf dem Hof des Betriebs.

Foto: Dietmar Piana/Mein Vater
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Die Dreiradwagen leben noch: Auch heute fahren die Tempo-Kleinlastwagen noch über die staubigen Strassen von Rajastahn, Indien. Auf einer Feriereise sahen wir dieses Auto - sah sehr zerbeult aus aber das macht in Indien nichts.

Im Internet fand ich die folgendene Information (in Englisch)

Late Shri N.K.Firodia, a dedicated Gandhian and Visionary Industrialist, was the Founder-Managing Director of the company. Having participated in the freedom struggle for India in 1932 and 1942, was determined to achieve Industrial modernisation for India. He established, starting in 1950, in Collaboration with Vidal & Sohn, Hamburg, Germany the import and later progressive manufacture in India of the Tempo 3-Wheeler.
On 15th August 1957, the 10th anniversary of Indian independence, Mr. N.K.Firodia signed a collaboration with Vidal & Sohn Tempo Werke GmbH for phased manufacturing of TEMPO 3-WHEELER & manufacturing was started in a small plant at Goregaon, Bombay. The initial licensed capacity granted by the government was 1000 per year and 80 vehicles per month.

Foto: Ulf Topf
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Tempo im Schnee: Auch für die Firma Teekanne war der Tempo-Kleinlaster nach dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz und fuhr den Tee aus.

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Teekanne-Tempo-Boy: Dieser Tempo-Boy wurde zum Anlass des Firmenjubiläums der TEEKANNE und auf Wunsch der Familie Nissle von mir nach dem einzigen im TEEKANNE-Archiv vorhandenen schwarz-weiß-Bild authentisch aufgebaut. Der Farbton entspricht exakt dem Orginalton und ist im Stil der fünfziger Jahre verarbeitet. Die orginalen Schriftzüge des Fahrzeuges bestehen aus einer Aluminium-Legierung. Sie sind eine absolute Rarität und stammen von dem Firmenfahrzeug aus den fünfziger Jahren. Das Fahrzeug steht heute als Blickfang und Zeitzeuge im Werkseigenen TEE-Museum in Düsseldorf.

Foto: rolf daniels/tempo-rolf
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?