Teneriffa: Stein auf Stein - das lass' sein! - DER SPIEGEL
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Strand auf Teneriffa Stein auf Stein - das lass sein!

Der Playa Jardín auf Teneriffa besteht fast komplett aus Steintürmchen. Rund 150 Umweltschützer haben die Steine nun abgebaut, weil sie dem Ökosystem schaden - doch die Touristen fangen schon wieder an zu stapeln.
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Schön sieht er ja aus, der Playa Jardín im Norden der Kanareninsel Teneriffa. Hunderte oder vielleicht Tausende Steintürmchen stehen dort aufgebaut.

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Für viele strahlen die Türmchen Ruhe aus: Wie die Steine da so aufeinander balancieren, nur durch die Schwerkraft zusammengehalten. Doch die Steinmännchen sind nicht gut für die Umwelt.

Foto: Sergejs Filimon/ Shutterstock
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Das Türmchenbauen nimmt Insekten, Pflanzen und kleinen Tieren ihren Lebensraum, denn normalerweise ist auch ein Steinstrand ein Biotop.

Foto: Alex Post/ Shutterstock
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Nicht nur auf Teneriffa haben Umweltschützer daher mit den Steintürmchen zu kämpfen. Sie sind ein weit verbreiteter Trend: Hier sind Steine am Orteren-See in Norwegen aufeinander gestapelt.

Foto: Michal Lazor/ Shutterstock
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Und hier auf der walisischen Halbinsel Gower.

Foto: Christopher Willans/ Shutterstock
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Sogar am Strand von Port Douglas in Australien.

Foto: Misaki.o/ Shutterstock
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Eigentlich haben Steinmännchen aber keine trendige, sondern eine lebensrettende Bedeutung: In den Bergen gelten sie als Wegmarkierung (hier ein Steinmännchen mit dem Matterhorn im Hintergrund).

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Wer ein Steinmännchen im Gebirge sieht, kann sich sicher sein: Hier bin ich richtig.

Foto: Shutterstock/ kasakphoto
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Doch mancherorts wird es sehr genau genommen mit der Wegmarkierung: Was auf einigen Wegen ein kleines Türmchen bestehend aus fünf aufeinander gestapelten Steinen ist, ist an anderen Orten ein mannshoher Turm, den man nur schwer übersehen kann.

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Oder eben viele, viele Türme, die, wie hier in den slowenischen Alpen, zu einer kleinen Steinstadt zusammenwachsen.

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Ohne Frage sind die Türme fotogen, insbesondere mit einem Hintergrund wie dem Schottensee (hier im Bild) am Pizol in der Schweiz.

Foto: ddp/ imageBROKER/ Alexander Schnur
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Aber auch dort haben es die Touristen ein wenig übertrieben mit der Wegmarkierung und Hunderte große Türmchen gebaut.

Foto: Agnieszka Skalska/ Shutterstock
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Viele sind sich der Beeinträchtigung des Ökosystems nicht bewusst. Umweltexperten rufen daher dazu auf, das unnötige Steinestapeln einfach mal sein zu lassen.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?