Strand auf Teneriffa Stein auf Stein - das lass sein!
Schön sieht er ja aus, der Playa Jardín im Norden der Kanareninsel Teneriffa. Hunderte oder vielleicht Tausende Steintürmchen stehen dort aufgebaut.
Für viele strahlen die Türmchen Ruhe aus: Wie die Steine da so aufeinander balancieren, nur durch die Schwerkraft zusammengehalten. Doch die Steinmännchen sind nicht gut für die Umwelt.
Das Türmchenbauen nimmt Insekten, Pflanzen und kleinen Tieren ihren Lebensraum, denn normalerweise ist auch ein Steinstrand ein Biotop.
Nicht nur auf Teneriffa haben Umweltschützer daher mit den Steintürmchen zu kämpfen. Sie sind ein weit verbreiteter Trend: Hier sind Steine am Orteren-See in Norwegen aufeinander gestapelt.
Und hier auf der walisischen Halbinsel Gower.
Sogar am Strand von Port Douglas in Australien.
Eigentlich haben Steinmännchen aber keine trendige, sondern eine lebensrettende Bedeutung: In den Bergen gelten sie als Wegmarkierung (hier ein Steinmännchen mit dem Matterhorn im Hintergrund).
Wer ein Steinmännchen im Gebirge sieht, kann sich sicher sein: Hier bin ich richtig.
Doch mancherorts wird es sehr genau genommen mit der Wegmarkierung: Was auf einigen Wegen ein kleines Türmchen bestehend aus fünf aufeinander gestapelten Steinen ist, ist an anderen Orten ein mannshoher Turm, den man nur schwer übersehen kann.
Oder eben viele, viele Türme, die, wie hier in den slowenischen Alpen, zu einer kleinen Steinstadt zusammenwachsen.
Ohne Frage sind die Türme fotogen, insbesondere mit einem Hintergrund wie dem Schottensee (hier im Bild) am Pizol in der Schweiz.
Aber auch dort haben es die Touristen ein wenig übertrieben mit der Wegmarkierung und Hunderte große Türmchen gebaut.
Viele sind sich der Beeinträchtigung des Ökosystems nicht bewusst. Umweltexperten rufen daher dazu auf, das unnötige Steinestapeln einfach mal sein zu lassen.