Karl-Erivan Haub Ein Leben für Tengelmann
Karl-Erivan Haub im Jahr 2015 bei einer Pressekonferenz. Als Konzernchef hat er das Unternehmen in den vergangenen Jahren kräftig umgestaltet.
Erst in den Neunzigerjahren war Haub in das Familienunternehmen eingetreten. Das Foto zeigt ihn (l.) im Jahr 1998 mit seinem Vater Erivan Haub, von dem er im Jahr 2000 die Geschäftsleitung übernahm.
Die drei Brüder Karl-Erivan, Georg und Christian Haub (von links nach rechts) im Sommer 2009.
Christian Haub führt Tengelmann nun als alleiniger Geschäftsführer.
1867 wurde der Kolonialwarenhandel Wilh. Schmitz-Scholl gegründet, seit 1893 firmierte es unter dem Namen Kaffee-Import-Geschäft Emil Tengelmann. In den Zwanziger- und Dreißigerjahren (hier ein Bild aus der NS-Zeit) zählte das Unternehmen mehr als 500 Filialen.
Nach seinem Amtsantritt im Jahr 2000 baute Karl-Erivan Haub den Konzern kräftig um. Er verschmolz die eigene Discounterkette Plus mit der Edeka-Tochter Netto Marken-Discount - und gab den Großteil der Anteile ab.
Heute firmiert das Unternehmen deutschlandweit unter dem Namen Netto Marken-Discount.
2009 besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel Tengelmann im Wahlkampf.
Bereits Anfang der Nullerjahre verschmelzen Tengelmann und Kaiser's Kaffee zu Kaisers Tengelmann. In Süddeutschland firmieren die Läden weiter unter dem Namen Tengelmann,...
...in Norddeutschland werden sie zu Kaiser's-Märkten.
Im Jahr 2016 will Haub Kaiser's Tengelmann an Edeka verkaufen. Der Konkurrent Rewe erhebt Einspruch - und bekommt vom Kartellamt zunächst recht. Am Ende hilft Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) Haub dabei, den Plan doch noch durchzusetzen.
Heute zählen zum Tengelmann-Reich neben diversen Beteiligungen an Onlinehändlern weiterhin bekannte Handelsketten, zum Beispiel die Obi-Baumärkte.
Auch beim Billigdicounter Kik ist Tengelmann Mehrheitseigner.
Am Ein-Euro-Discounter Tedi hält die Tengelmann-Gruppe 35 Prozent.