Tennis Der Allesgewinner
Auch wenn man es ihm nicht ansieht: Novak Djokovic steckt spielerisch in einer Krise, auch wenn er im Ranking noch an Position zwei steht. Der Serbe will in Frankreich seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen.
Djokovic gehört natürlich noch immer zu den besten Tennisspielern der Welt. In seiner Karriere gewann der Serbe bislang 67 Turniere im Einzel und musste im Dezember 2016 nach 122 Wochen in Folge die Spitze der Weltrangliste räumen. Derzeit ist er im Ranking Zweiter hinter dem Schotten Andy Murray.
Bereits sechsmal gewann Djokovic die Australian Open. 2008, 2011, 2012 (Foto), 2013, 2015 und 2016 siegte der "Djoker" in Melbourne.
Auch auf dem heiligen Rasen in Wimbledon triumphierte er bereits. 2011 gewann er gegen Nadal im Finale (6:4, 6:1, 1:6, 6:3), es folgten die Titel 2014 und 2015.
Überhaupt war 2011 das erste große Jahr des Novak Djokovic. Nach den Titeln in Australien und Wimbledon triumphierte er auch erstmals bei den US Open und gewann insgesamt zehn Turniere auf der ATP-Tour.
Auch für diesen Pokal gab es natürlich ein Küsschen, nachdem Djokovic im Finale erneut Nadal besiegt hatte (6:2, 6:4, 6:7, 6:1).
Am 4. Juli 2011 übernahm er dann auch erstmals die Weltranglistenführung.
Ein gespaltenes Verhältnis hatte Djokovic lange Zeit zu den French Open. Dreimal stand der Serbe, wie hier 2012 gegen Nadal, im Finale in Paris, der Sieg blieb ihm aber stets verwehrt.
Auch deshalb holte Djokovic Boris Becker in sein Trainerteam. Die deutsche Tennislegende wurde Ende 2013 neuer Trainer des Serben und sollte ihn vor allem auf mentaler Ebene noch besser machen. Becker gewann in seiner Karriere übrigens auch alle großen Titel - außer die French Open.
Erster großer Erfolg in der Zusammenarbeit mit Becker war der Wimbledon-Sieg 2014, als er Roger Federer in einem hochklassigen Finale in fünf Sätzen besiegte.
Becker war als Trainer in der Weltspitze angekommen, für Erfolge in solchen engen Matches hatte Djokovic den Deutschen verpflichtet.
Djokovic und Becker schwärmten in den folgenden Monaten immer wieder von ihrer Zusammenarbeit.
2015 übertraf Djokovic die Erfolgsgeschichte von 2011 noch mal. Bei 16 Turnierteilnahmen stand er 15 Mal im Finale, gewann elf Titel und dominierte die Tenniswelt bei insgesamt 82:6-Siegen in beispielloser Art und Weise.
2016 schaffte Djokovic dann auch endlich den lang ersehnten Titelgewinn bei den French Open.
Seitdem läuft es nicht mehr so zufriedenstellend. Es folgten frühe Niederlagen in Wimbledon 2016, eine frühe Niederlage bei den Olympischen Spielen und eine im Finale der US Open gegen Stan Wawrinka. In diesem Jahr scheiterte er bei den Australian Open in Runde zwei an Denis Istomin aus Usbekistan.
Nach seiner Niederlage beim Turnier in Rom im Mai stellte Djokovic seinen neuen Trainer vor: Andre Agassi. Der ehemalige Weltranglistenerste soll spielerische Tipps geben, vor allem aber auch abseits des Platzes für neue Impulse sorgen.