Afghanistan Die Teppichknüpfer von Kabul
Muhammad Amin (r.) in seinem Teppichladen in Kabul: Vor dem Bürgerkrieg hätten die afghanischen Hänlder ihre Ware direkt nach Europa oder in die USA exportiert. Mittlerweile fehle dafür die Infrastruktur. Die Teppiche gehen erst einmal ins Nachbarland Pakistan und werden von dort aus weiterverkauft.
Teppich-Fabrik in Kabul: Afghanische Jungs färben die Fäden, die zu Teppichen verarbeitet werden.
Die traditionellen Hersteller haben mit der Konkurrenz durch billigere, maschinengefertigte Ware schwer zu kämpfen. Weil Handarbeit teurer ist, liegen auch die Preise entsprechend höher.
Auch der Kundengeschmack hat sich in vielen westlichen Ländern verändert. Gehörte ein Orientteppich früher zur Standardausstattung vieler Haushalte, sind die traditionellen Muster heute oft verpönt.
Teppichfabrik in Kabul: Afghanische Teppiche werden in Handarbeit geknüpft.
Auf dem heimischen Markt sind auch Teppiche mit Panzer-, Handgranaten- oder Raketenmotiven beliebt: In dem kriegsgebeutelten Land haben sie fast schon Tradition.
In den Teppichfabriken arbeiten viele Kinder: Ein Fakt, den westliche Abnehmer gerne ausblenden.
Fabrikbesitzer Muhammad Akbar zeigt stolz einen seiner Teppiche: Er verkauft sie für rund 100 Dollar pro Quadratmeter.
Der 21-Jährige Chari malt Muster für die Teppiche: Er verdient damit 260 Dollar pro Monat.