Terroranschlag in Istanbul "Eine schreckliche Explosion"
Der Taksim-Platz mitten in der Stadt: Die türkische Polizei ist auf dem Platz, der auf der europäischen Seite Istanbuls liegt, praktisch rund um die Uhr stationiert. Dazu ist ein Teil des Geländes mit Gitterzäunen abgetrennt.
Ein Kellner eines Cafés auf dem Platz berichtete, Polizisten hätten nach der Explosion noch auf den Attentäter geschossen.
Der Fernsehsender NTV berichtete, am Ort der Explosion liege eine Leiche, die mit Zeitungen abgedeckt worden sei. Ein Augenzeuge sagte dem Sender CNN-Turk, die Polizei habe das Gebiet abgeriegelt.
Der Taksim-Platz ist auch bei Touristen ein beliebtes Ziel, wird aber auch immer wieder für politische Demonstrationen genutzt.
Spurensicherung: Forensiker haben bei der Untersuchung der Leiche des Selbstmordattentäters einen zweiten Sprengsatz entdeckt.
Hilfe für die Verletzten: Krankenwagen fuhren zum Ort der Explosion, Ärzte kümmerten sich um die Verletzten. Bei ihnen handelte es sich um zehn Polizisten und zwölf Passanten. Zwei seien in ernstem Zustand.
Polizisten sichern den Ort des Attentats: In der Türkei hatten zuletzt kurdische Separatisten vermehrt Anschläge verübt. Aber auch Linksextremisten und Islamisten haben in dem Land in der Vergangenheit Bomben gelegt.
"Es war eine schreckliche, sehr laute Explosion", sagte ein Augenzeuge, der zum Zeitpunkt des Anschlags auf dem Taksim-Platz war, Mehmet Toz. "Alle rannten umher, Menschen stürzten auf den Boden. Es herrschte Panik, wir wussten nicht, was los war."
Ein Beamter sucht Trost bei einem Kollegen. Der Anschlag habe sich gezielt gegen die türkische Polizei gerichtet, sagte der Polizeichef.
Die Hintergründe des Selbstmordanschlags waren zunächst nicht klar. Türkische Medien berichteten, es könnte sich um ein Attentat der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK handeln, deren einseitig erklärte und mehrfach verlängerte Waffenruhe auslaufen sollte.