Anschlag in Istanbul Terror in der Türkei
Der Anschlagsort im Zentrum von Istanbul. Türkische Forensiker untersuchen den zerstörten Polizeibus, Spezialkräfte sichern die Umgebung.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gibt nach dem Anschlag eine Pressekonferenz vor einem Istanbuler Krankenhaus und gelobt, die Terroristen bis zum Letzten verfolgen zu wollen.
Die Bombe explodierte auf einer stark befahrenen Kreuzung in der Nähe der Istanbuler Universität.
Vor genau einem Jahr: Die Siegesfeier in der Kurdenhochburg Diyarbakir nach dem Erfolg der prokurdischen HDP am 7. Juni 2015. Die damaligen Hoffnungen vieler Kurden auf eine friedliche Zukunft sind seither enttäuscht worden.
Ein türkischer Soldat an einem Checkpoint bei Diyarbakir am 26. Juli 2015. Nach einem Anschlag der kurdischen PKK waren davor zwei türkische Soldaten gestorben - es begann eine Spirale der Gewalt.
Seither trafen mehrere Anschläge auch die großen türkischen Städte. Am 17. Februar traf eine Bombe in Ankara einen Bus der Armee. 30 Menschen starben. Die extremistische PKK-Splittergruppe "Freiheitsfalken Kurdistans" bekannte sich zum Attentat.
Der Anschlag in Ankara erfolgte im Herzen der türkischen Hauptstadt, in unmittelbarer Nähe des Parlaments, verschiedener Ministerien und dem Hauptquartier der Armee.
Am dramatischsten ist die Lage im kurdisch geprägten Südosten der Türkei, wo sich die Armee und die PKK massive Gefechte liefern. Auch hier traf ein Bombenanschlag am 31. März einen Polizeikonvoi, sieben Beamte starben.
Am 19. März traf ein Anschlag den Istanbuler Bezirk Beyoglu, 41 Menschen starben. Die türkischen Behörden machen den "Islamischen Staat" verantwortlich.