Terry Jones Gefährlicher Zündler
Terry Jones, fundamentalistischer Pastor einer Mini-Gemeinde in Florida, droht damit, am 11. September den Koran zu verbrennen. Auf seiner Website macht er offensiv Reklame für sein Buch "Islam is of the Devil". Jones war lange Jahre auch in Köln aktiv. Ehemalige Gemeindemitglieder berichten von Hasspredigten, Spendendruck und Arbeitszwang. Vergangenes Jahr warfen sie ihn raus.
Seine Pläne haben den Afghanistan-Kommandeur der Nato, David Petraeus, auf den Plan gerufen. Solche Aktionen spielten der Propaganda der Taliban in die Hände und könnten "schwerwiegende Probleme" hervorrufen - und das nicht nur in Afghanistan, warnte der General.
Seine Warnungen sind berechtigt. Mehrere hundert Demonstranten protestierten bereits am Montag in Afghanistan gegen die geplante Koran-Verbrennung. Sie steckten auch eine Puppe in Brand, die Pastor Terry Jones symbolisieren sollte. Es sei nötig, "den radikalen Elementen des Islam eine klare Botschaft zu schicken", verteidigte Jones die Pläne.
"Bilder von der Verbrennung des Korans würden sicherlich von Extremisten in Afghanistan und rund um die Welt genutzt, um zur Gewalt anzustacheln", warnte Petraeus. Das Bild zeigt afghanische Demonstranten, die auf eine US-Flagge trampeln. Sie skandierten auch "Lang lebe der Islam" und "Tod für Amerika".
Einige Demonstranten warfen mit Steinen und forderten den Tod von US-Präsident Barack Obama, sowie den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan.