Vermisste Kinderfußballmannschaft Riskante Rettung
Einer in einer thailändischen Höhle eingschlossenen Jugendfußballmannschaft und ihrem Trainer steht eine riskante Rettungsaktion bevor - möglicherweise müssen sie Teile des Wegen mit Tauchausrüstung zurücklegen.
Seit mehr als einer Woche wurden zwölf Jungen im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihr Fußballtrainer in der thailändischen Tham-Luang-Höhle vermisst - am Montag haben Rettungskräfte die Gruppe gefunden.
Die thailändischen Rettungskräfte hatten Unterstützung aus sechs Ländern erhalten.
Zuletzt schickte Australien sechs auf Taucheinsätze spezialisierte Polizisten.
Hilfe leisteten auch Teams aus Myanmar und Laos, Dutzende Angehörige der US-Streitkräfte, drei britische Taucher und ein Höhlenexperte sowie fünf Experten aus China.
Die thailändischen Behörden haben etwa tausend Einsatzkräfte zu der Höhle geschickt, auch das Militär ist dort.
Die Helfer suchten nach weiteren Höhleneingängen, zudem waren ständig Taucher im Einsatz. Die Einsatzkräfte versuchten zusätzlich, einen Rettungsschacht in die Höhle zu bohren.
Premierminister Prayut Chan-o-cha reiste zu der Höhle und sprach mit den Familien der vermissten Kinder.
Ein Polizist hält eine Plastikbox mit Nahrungsmitteln und Wasser in der einen Hand, in der anderen einen Zettel, auf dem steht: "Wenn Sie dies erhalten, markieren Sie bitte Ihren Aufenthaltsort. Wir versuchen, Ihnen umgehend zu helfen!"
Improvisierte Küche: Um die Helfer vor Ort zu versorgen, kochen Soldaten Mahlzeiten.
Stilles Gebet: Die Angehörigen der vermissten Kinder und des Trainers harrten seit Tagen vor der Höhle aus.
Die Familien haben die Hoffnung nicht aufgegeben, es gab landesweite und internationale Solidaritätsbekundungen.
Eine Frau des Bergvolkes Akha, das aus dem Norden Thailands an der Grenze zu Laos und Vietnam kommt, betete in traditionellem Gewand für die Rückkehr der Vermissten.