Browserspiel So sieht "The Curious Expedition" aus
Zu Beginn wählt man in "The Curious Expedition" einen Abenteurer oder eine Abenteurerin. Das kann zunächst Charles Darwin, Richard Francis Burton oder Marie Curie sein. Viele weitere Charaktere, darunter etwa der Okkultist Aleister Crowley oder die Computerpionierin Ada Lovelace, müssen erst freigespielt werden.
Das Abenteuer wartet. Wer gemütlich im Ohrensessel des Traveler's Clubs Pfeife raucht, braucht sich keine Sorgen zu machen. Der Spieler aber muss zwischen drei Schwierigkeitsstufen wählen, vom "Tourist-Trip" bis "Certain Death". Zu einfach wird keine der Optionen.
Vor der Abreise trifft man in der Regel noch Personen, die einem Aufgaben erteilen. Hier soll man die Frau eines reichen Herren finden. Als Belohnung winken Ruhm und Reichtum. Umwege machen die Reise aber auch riskanter. Außerdem deckt man sich im Hafen mit Proviant und Ausrüstung ein.
In den Dörfern der Ureinwohner kann man rasten und Mitreisende rekrutieren. Hier findet man etwa die gesuchte Frau. Man sollte es sich mit den Einheimischen aber auch nicht verscherzen, sie können einem auch feindlicher gesinnt sein.
Ärger gibt es nämlich schnell. Am Fuße von Statuen ist meist Nahrung zu finden. Lässt man diese Opfergabe dort liegen oder ernährt man damit seine Entourage? Beleidigt man die Ureinwohner oder lässt man seine Gruppe hungern?
Unter einer Ruine hört man Wasser rauschen. Drinnen befinden sich kostbare Schätze, die in der Heimat verkauft werden können oder für ein höheres Ansehen gespendet werden. Sie mitzunehmen ist aber kein unriskantes Unterfangen. Alte Mächte bewachen die Artefakte. Wer sie stiehlt, muss Glück und schnelle Beine haben.
Zentral ist die Navigation auf Karten voller sechseckiger Felder. Hier ist die Expedition bereits am Ziel, ein Tempel wurde entdeckt. Südlich des Tempels streift eine Hyäne, die nur darauf wartet, die Abenteurer anzugreifen. Auf manchem Terrain fällt die Fortbewegung schwer. Der Wald etwa bremst das Vorankommen, wenn man keine Macheten im Gepäck hat. Links ist der Fortschritt der anderen Abenteurer zu sehen, rechts die eigene Gruppe. Die Flasche neben der Nonne zeigt, dass diese Alkoholikerin ist. Es gibt auch andere negative Eigenschaften, manche Figuren sind rassistisch, sexistisch, Kleptomanen oder Feiglinge.
Wenn es zum Kampf kommt, hier mit zwei Hyänen, dann wird "The Curious Expedition" zum Würfelspiel. Welche Würfel man hat, kommt auf das Personal und die Ausrüstung an. Charles Darwin etwa besitzt eine Schrotflinte, andere Figuren sind rein defensiv.
Kehrt man nicht im Sarg von einer Expedition zurück, wird gefeiert. Zur Belohnung gibt es Medaillen, die Eigenschaften der Entdecker verbessern. Wer eine Frau als Figur gewählt hat, bekommt mitunter Unverschämtheiten zu hören. Aus dem Publikum ruft einer Marie Curie nach ihrem Erfolg zu, sie solle zurück in die Küche gehen. Von Gleichberechtigung war man im viktorianischen Zeitalter weit entfernt. Umso schöner, dass die Entwickler des Spiels fortschrittlicher sind.