"The Messenger" Wirkungstreffer ohne Waffen
Zwei ungleiche Kriegsversehrte in der "Casualty Notification"-Einheit: Woody Harrelson und Ben Foster in "The Messenger"
Sie übermitteln die Nachricht, die aus einer schwangeren Frau eine alleinerziehende Witwe macht und einen Vater kinderlos.
Es ist der Frieden, der die beiden Beileidskuriere überfordert; die Stille, bevor die Angehörigen in Tränen ausbrechen, anfangen zu schreien, sich am Boden wälzen.
Captain Tony Stone (Woody Harrelson) legt größten Wert auf die Einhaltung des militärischen Protokolls.
Sergeant Will Montgomery (Ben Foster, links), der seit seiner Heimkehr mit dem System hadert, wird gegen alle Regeln verstoßen.
Mit der Zeit, im Suff und im Schmerz, werden die gebrochenen Krieger doch noch zu Kumpeln.
Der Krieg bleibt als Erinnerung bildlos - und wirkt doch im bleiernen Schweigen, das auf dem Weg zu den Angehörigen der Gefallenen herrscht.
Die Ex-Freundin (Jena Malone) sagt sich von dem heimgekehrten Will nach einem Quickie endgültig los.
Die Soldatenwitwe Olivia Pitterson (Samantha Morton) trauert um ihren Mann, aber sie bricht nicht zusammen.
Gegen jede Armee-Moral verliebt sich Will in die Soldatenwitwe Olivia.
Regisseur Oren Moverman (hier mit Woody Harrelson) verzichtet bewusst auf jeden Adrenalinkick und Waffenfetischismus.
Doch Moverman, der selbst in der israelischen Armee gedient hat, erweist sich auch ohne Nah-Einstellungen von Waffenhülsen, die in den Wüstensand fallen, als Experte für männliche Codes.