Thees Uhlmann Rock muss doch nicht peinlich sein!
Musiker Thees Uhlmann in Berlin: "Das Tomte-Ding zu beenden, war eine riesige Zäsur", sagt er, "wir haben das zehn Jahre lang mit der Peitsche durchs Land getrieben, so nach dem Motto: Ich geb' die härtesten Interviews, ich kenn' die meisten Leute, ich bleib' am längsten auf, ich trink' die meisten Biere."
"Seit ich 16 bin, habe ich Rock'n'Roll-Fragen gestellt - und Rock'n'Roll hat mir geantwortet", sagt Uhlmann.
Uhlmann mit Tomte: Eine gefühlvolle Alternative zum Diskurs-Rock von Tocotronic, Kante und Blumfeld.
"Mehr Rock'n'Roll, mehr Classic Rock" als Tomte, sagt Uhlmann über sein Album - und hat auch nichts dagegen, wenn man seinen Solo-Versuch in die Nähe amerikanischer Heartland-Rocker wie John Mellencamp oder eben Bruce Springsteen rückt.
Vieles auf dem Album handelt von innerer Einkehr und dem Rückzug in die alte Heimat, die den Sänger in den letzten Monaten beschäftigt hat. Lieder wie "Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf", "Lat: 53.7 Lon: 9.11667" oder "Die Toten auf dem Rücksitz" zeugen...
...vom Nachdenken über das, was wichtig ist im Leben, und dieses Nachdenken beginnt nun mal oft damit, sich darauf zu besinnen, wo man herkommt.