Theorie der Entdeckungen Challenge - Herausforderung
Jahrhundertphysiker Albert Einstein: Dass die Lichtgeschwindigkeit offenbar konstant war, entdeckten Forscher bereits Mitte des 18. Jahrhunderts - doch sie fragten sich, weshalb. Warum sie nicht vom Ausbreitungsmedium abhing, schien unerklärlich. Erst Einstein löste das Dilemma, indem er sich in der speziellen Relativitätstheorie nicht nur von konventionellen Vorstellungen von Raum und Zeit löste. Er konstatierte darin 1905 auch, dass die Lichtgeschwindigkeit die Obergrenze für die Bewegung jeder Materie oder Information ist.
Benzol-Struktur: Bei "Challenge"-Entdeckungen häuft sich ein Berg von Beobachtungen, Berichten und Hypothesen zu einer einzigen großen Herausforderung auf - eine plausible Erklärung zu finden. So stritten Chemiker lange darum, mit welcher Strukturformel man Benzol (C6H6) beschreiben könnte. Sie verwirrte, dass offenbar alle Kohlenstoffatome in der Verbindung gleichwertig waren. Der deutsche Chemieprofessor August Kekulé löste das Problem durch eine ringförmige Struktur, die im angeblich im Schlaf einfiel
Niels Bohr: Für seine Verdienste um die Erforschung der Struktur der Atome und der von ihnen ausgehenden Strahlung" erhielt der dänische Physiker 1922 den Nobelpreis. Er war der erste, der die verwirrenden Spektren in einem Modell erklären konnte, die von Wasserstoffatomen ausgehen - ein wichtiger Schritt für die Quantenphysik.
DNA-Pioniere Francis Crick und James Watson: Röntgenkristallografie war nach dem Zweiten Weltkrieg die Methode der Wahl für die Elite der Biochemiker. Nur fiel die Deutung der Ergebnisse schwer. Erst dem britisch-amerikanischen Außenseiter-Duo gelang es in einem genialischen Wurf, eine räumliche Struktur zu skizzieren - und so die berühmte Doppelhelix des Erbgut-Makromoleküls der DNA zu zeigen.