Thomas G.: "Der war immer voller Hass" - DER SPIEGEL
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Thomas G. "Der war immer voller Hass"

Er ist seit elf Jahren verboten, nun taucht er wieder auf: Der weltweit agierende Neonazi-Verbund "Blood & Honour" rückt ins Visier der Ermittler. Einige Anhänger sollen Kontakt zur Zwickauer Terrorzelle gehabt haben.
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Thomas G., genannt "Ace", zählt zu den bekanntesten Neonazis Thüringens und Aktivisten der Freien Kameradschaftsszene, sein Aktionismus gilt als legendär. So soll er das "Freie Netz" mitgegründet haben, einen Zusammenschluss militanter Kameradschaften aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, die sich innerhalb kürzester Zeit zusammenrufen lassen. Und er baute die Zwickauer Neonazi-Szene auf, indem er seinen Freund Daniel P. von Altenburg nach Sachsen schickte, um Mitglieder zu rekrutieren.

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"Blood & Honour": Der weltweit agierende Neonazi-Verbund verbreitet seine nationalsozialistische Ideologie in erster Linie über rechtsextreme Bands und wurde 2000 in Deutschland verboten, ebenso deren Jugendorganisation "White Youth". Divisionen gibt es weiterhin in vielen europäischen Ländern, in den USA und Australien. Die Vertriebsstruktur gilt als extrem straff organisiert.

Foto: ASSOCIATED PRESS
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Nach einer Razzia durch das Landeskriminalamt Baden-Württemberg: "Blood & Honour"-Propagandamaterial

Foto: THOMAS NIEDERMUELLER/ ASSOCIATED PRESS
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Der Name "Blood & Honour" erinnert an die Taschenmesser der Hitler-Jugend, in die "Blut und Ehre" eingraviert war, und an die Nürnberger Rassengesetze, die offiziell als "Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" bezeichnet wurden.

Foto: AP/ LKA
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Ralf Wohlleben: Mitglied der "Kameradschaft Jena" und ehemaliger Weggefährte des Zwickauer Terror-Trios. Er sitzt derzeit in U-Haft und gilt als mutmaßlicher Unterstützer.

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Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben in Karlsruhe auf dem Weg in das Gebäude des Bundesgerichtshofes

Foto: dapd
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Ralf Wohlleben und André K.: Mit Thomas G. organisierten sie das "Fest der Völker - Für ein Europa der Vaterländer", eine Art braunes Musikfestival, zu dem bis zu 1500 Neonazis aus ganz Europa auftreten wie Thomas Ölund, schwedischer Sektionschef von "Blood & Honour". Szenekenner ordnen die Veranstaltung, die bislang in Jena, Altenburg und Pößneck stattfand, intern als "Blood & Honour"-Konzert ein.

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André K.: Sein Anwalt sagte SPIEGEL ONLINE, es gebe in der Szene "Verdächtigungen wegen Untreue", dahinter stecke eine "Blood & Honour"-Gruppe aus Gera - offiziell aber gibt es "Blood & Honour" nicht mehr.

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André K.s Anwalt betont, die unfassbaren Taten der NSU fänden bei André K. keinerlei Unterstützung. "Er mag ein überzeugter Nationalist sein, aber er ist kein Rassist." In den Jahren 1996 und 1997 machten allerdings diese Aufkleber in Jena die Runde mit dem Slogan "Bratwurst statt Döner". Als "Verantwortlich im Sinne des Presserechts" (V.i.S.d.P.) wurde darauf ausgewiesen: André K.

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Uwe Mundlos und André K. im Herbst 1996

Foto: ddp images / dapd
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