Thomas Jurk: Sachsens Spitzen-Sozi - DER SPIEGEL
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Thomas Jurk Sachsens Spitzen-Sozi

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Thomas Edmund Jurk wird am 19. Juni 1962 in Görlitz geboren. Seine Eltern arbeiten als Keramformer und Heimnäherin. Nach seinem Abschluss an der Polytechnischen Oberschule in Weißkeißel und Sagar absolviert Jurk von 1979 bis 1982 eine Lehre als Funkmechaniker. Im Dezember 1989 tritt der 47-Jährige der neu gegründeten SDP bei, die 1990 in der SPD aufgeht.

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Der Spitzenkandidat der SPD Sachsen, Thomas Jurk, mit seiner Frau Katrin bei der Landtagswahl 2004. Sein Hauptbetätigungsfeld wird nach ersten Schritten auf Gemeindeebene schnell die Landespolitik. Bei der ersten Landtagswahl 1990 hatte Jurk mit Erfolg kandidiert, seine Partei enttäuschte aber mit nur 19,2 Prozent der Stimmen. Die CDU unter Kurt Biedenkopf gewann 1990 erstmals die absolute Mehrheit, die sie 1994 und 1999 verteidigt. Die SPD sackt auf 16,6 Prozent (1994) und 10,7 Prozent (1999) ab. Als Abgeordneter profiliert sich Jurk bis 1994 als Vorsitzender oder Stellvertreter in mehreren Untersuchungsausschüssen - sowie ab 1994 bis 1999 als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

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Gegen Rechts: Thomas Jurk mit Politiker-Kollegen an der Spitze einer Demonstration gegen die NPD 2004. Nach der Landtagswahl 1999 hatte Jurk seinen Vorgänger Karl-Heinz Kunckel als Vorsitzenden der Landtagsfraktion ersetzt. Im Juni wurde er dann mit 80 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2004 gewählt - er setzte sich gegen den damaligen Leipziger Bürgermeister Wolfgang Tiefensee und die Chefin der Landespartei Constanze Krehl durch. Öffentlich galt Jurk damals als noch wenig profiliert. Bei der Landtagswahl 2004 kommt die SPD mit ihm als Spitzenkandidaten nur noch auf 9,8 Prozent der Stimmen und 13 der 124 Sitze. Da aber die CDU die absolute Mehrheit verfehlt, ist sie auf die Sozialdemokraten als Partner angewiesen.

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Bei den Koalitionsverhandlungen mit der CDU setzt Jurk zwei Ministerposten für die SPD durch. Der Landesparteitag billigt seine Vereinbarung und bestätigt ihn fast einstimmig als Parteichef. Im November 2004 tritt Jurk als Staatsminister an die Spitze des Ressorts für Wirtschaft und Arbeit mit der zusätzlichen Kompetenz für Verkehrspolitik. Zudem wird er stellvertretender Ministerpräsident. Besonders engagiert er sich in seiner Amtszeit für die Förderung der strukturschwachen Randgebiete Sachsens.

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Zusammenarbeit in der Krise: Wirtschaftsminister Jurk und Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) beraten im März 2009 die Probleme des Chipherstellers Qimonda, der schließlich Insolvenz muss.

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Blick in die Zukunft: Jurk hofft bei den Landtagswahlen 2009 auf eine erneute Regierungsbeteiligung. In seiner Freizeit bastelt er gerne mit Radioempfängern und spielt Akkordeon. Thomas Jurk hat zwei erwachsene Kinder und mehrere Haustiere.

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