Thomas Lubanga Angeklagter Nummer eins
Thomas Lubanga in seiner Flecktarnmontur (Archivbild von 2003) bei einem Besuch in einem Dorf im Kongo: Der früheren Milizenchef soll Massaker, Morde und Vergewaltigungen befohlen haben, vor dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) war er aber "nur" wegen der systematischen Rekrutierung von Kindersoldaten angeklagt. Nun fiel das Urteil: Lubanga muss 14 Jahre in Haft.
Dieses Bild stammt vom 3. Juni 2003 und zeigt Lubanga, der, umgeben von bewaffneten Bewachern, entspannt auf einem Stuhl hockt. Der Prozess gegen ihn begann Anfang 2009 und mündete nun, gut drei Jahre später, im ersten Urteil, das der ICC je gesprochen hat.
Viele schauerliche Geschichten kursieren über Lubanga (hier ebenfalls auf einem Archivbild von 2003). Unter anderem soll er einen Jungen gezwungen haben, ein Mädchen zu erschießen. Die Kleine hatte sich gegen einen Kommandanten der Miliz gewehrt, der sie vergewaltigen wollte.
Lubanga vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (August 2011): Kritiker in Lubangas Heimat monieren, dass die gravierenden Vorwürfe von Massenmord und Vergewaltigungen gar nicht in die Anklage eingeflossen sind.