Thomas Müller Liebling der Nation
Auch ein blaues Auge ist für Thomas Müller derzeit kein Problem. Der Nationalspieler ist in dieser Saison in Topform und will seinen Lauf mit dem DFB-Team auch in der WM-Qualifikation fortsetzen.
Bei seinem Club, dem FC Bayern, zeigte sich Müller schon zu Saisonbeginn gutgelaunt - und treffsicher. In sechs Bundesliga-Einsätzen schoss er vier Tore.
Auch das Vorbereiten von Treffern scheint Müller in der Liga nach Belieben zu gelingen. Sechs Torvorlagen hat er schon. Damit führt Müller die Scorerliste der Bundesliga zusammen mit Szabolcs Huszti mit je zehn Punkten an.
Sein Bundesliga-Debüt feierte Müller im Alter von 18 Jahren im August 2008. Danach spielte er zunächst in der zweiten Mannschaft, ehe er zum Saisonende auch regelmäßig im ersten Team eingesetzt wurde.
In der folgenden Spielzeit (2009/2010) avancierte Müller zum Stammspieler und durfte - ausgerechnet in München - auch erstmals für die Nationalmannschaft ran. Beim 0:1 gegen Argentinien stand der Angreifer sogar in der Startelf.
Unter Coach Louis van Gaal (r.) holte Müller 2010 mit dem FCB das Double aus Meisterschaft und Pokal. Im Champions-League-Finale von Madrid unterlagen die Münchner jedoch Inter Mailand 0:2.
Bei der WM in Südafrika spielte sich Müller - mit der Rücknummer 13 wie einst Gerd Müller - endgültig in den Vordergrund. Im Gruppenspiel gegen Australien gelang ihm sein erstes Länderspieltor - bei dem Turnier sollten noch fünf weitere und drei Vorlagen folgen.
Im Prestigeduell gegen England (4:1) traf Müller sogar doppelt.
Auch im Viertelfinale gegen Argentinien (4:0) schoss er ein Tor. Doch in der 35. Minute kassierte er eine Gelbe Karte. Dadurch war er in der Vorschlussrunde gegen den späteren Weltmeister Spanien gesperrt.
An seine starken Leistungen aus seinem ersten Profijahr konnte Müller 2010/2011 anknüpfen. Dabei bestach er erneut mit seinen unkonventionellen Laufwegen und seinem Torinstinkt.
Danach hatte Müller nach seinem schnellen Aufstieg jedoch mit einem schwächeren Jahr zu kämpfen. Die Unbekümmertheit schien er verloren zu haben.
Trotzdem hätte er sich beinahe noch unsterblich gemacht. Im Champions-League-Endspiel gegen den FC Chelsea in München traf Müller kurz vor Schluss zum 1:0. Doch die Londoner glichen aus und entschieden das Elfmeterschießen für sich.
Bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine wusste Müller ebenfalls nicht zu überzeugen. Er erzielte weder einen Treffer, noch gelang ihm eine Torvorlage.