Thomas Tuchel Nach Paris - der Titel wegen
Thomas Tuchel zählt zu den besten und talentiertesten Trainern Europas. Seit dieser Saison betreut der 45-Jährige den französischen Topklub Paris St. Germain.
Dort arbeitet er unter anderem mit Superstar Neymar zusammen. Bislang scheint das Verhältnis der beiden von Respekt geprägt zu sein. "Er ist ein Künstler", hatte Tuchel zuletzt auf einer Pressekonferenz über den kapriziösen Brasilianer gesagt.
Im Sommer vergangenen Jahres endete sein Engagement bei Borussia Dortmund. Vorausgegangen war ein Streit mit Vereinsboss Hans-Joachim Watzke.
Tuchel hatte zum Abschluss mit dem BVB den DFB-Pokal gewonnen. Im Finale bezwang das Team Eintracht Frankfurt 2:1. Bislang der größte Erfolg in der Karriere von Tuchel.
Auch Pierre-Emerick Aubameyang profitierte von Tuchel. Der Gabuner entwickelte sich unter seinem Coach zu einem Weltklassestürmer. In seiner letzten BVB-Saison gelangen Aubameyang, der mittlerweile zum FC Arsenal gewechselt ist, 31 Tore - ein Vereinsrekord.
Tuchel ging mit der Borussia durch Höhen und Tiefen. Der absolute Tiefpunkt ereignete sich am 11. April 2017. Vor dem Champions-League-Spiel gegen den AS Monaco wurde ein Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus des BVB verübt. Marc Bartra wurde verletzt, die anderen Insassen verließen den Bus wie durch ein Wunder unversehrt.
Bild aus vergangenen Tagen: Tuchels erste Station im Profifußball hieß Mainz 05. Zwischen 2009 und 2014 trainierte er das Team, zuvor machte er sich als erfolgreicher Jugendtrainer einen Namen. 2005 wurde er mit dem VfB Stuttgart deutscher A-Jugend-Meister, 2009 gelang ihm dies auch mit Mainz 05.
Tuchel gilt als sehr fordernd, verlangt seinen Spielern viel ab. Teilweise stellt er sein System innerhalb eines Spiels mehrfach um.
Wie Tuchel wechselte auch Jürgen Klopp (l.) von Mainz zum BVB. Nun treffen die beiden in der Champions League aufeinander. Klopp, der seit 2015 den FC Liverpool trainiert, empfängt mit seinen Reds Tuchels Pariser Starensemble.
Tuchel an der Seitenlinie beim Spiel gegen AS Saint-Etienne. Der Trainer war im Sommer auch vom FC Bayern und FC Arsenal umworben worden, doch er entschied sich für Paris. Dort werden die nationalen Titel (Meisterschaft, Pokal) vorausgesetzt. Das große Ziel lautet: Champions League. Dort zählt PSG zu den Titelkandidaten.
Bislang läuft alles nach Plan. Mit fünf Siegen aus fünf Partien führt PSG die Tabelle bereits souverän an. Im Supercup gewann das Team ebenfalls problemlos gegen die AS Monaco. Liverpool ist der erste echte Härtetest für den französischen Meister.