Tibet-Expedition - DER SPIEGEL
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Tibet-Expedition Nazis auf dem Dach der Welt

Ein SS-Kommando mit Geheimauftrag im Himalaja? Was schwer nach Hollywood klingt, gab es tatsächlich. SS-Chef Heinrich Himmler schickte 1938 eine NS-Expedition nach Tibet - die Rasseforscher sollten bei dem Bergvolk nach den "Ur-Ariern" suchen.
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SS-Forscher Geers und Krause beim Filmen: Mehr als 2000 Fotos und meterweise Filmmaterial schleppten die NS-Wissenschafter als Ausbeute mit nach Hause, zudem Hunderte Körner und Samen von Pflanzen. Diese waren besonders dem Zoologen und Expeditionsleiter Ernst Schäfer wichtig. Er suchte nach geeigneten Getreidekörnern und einer robusten Pferderasse für die deutsche Kriegswirtschaft. Ebenso hielt er Ausschau nach ausgestorbenen Tieren und Pflanzen, die möglicherweise in Tibet überlebt haben könnten. Auch wenn er dabei weitgehend erfolglos blieb, so konnte er doch immerhin eine Nebenart des europäischen Damhirsches in Tibet nachweisen - das "Schapi".
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-05-02-36

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Die Pforte nach Tibet: Im heutigen Bundesstaat Sikkim, an der Grenze zu Tibet musste die Expedition zunächst auf eine Einreiseerlaubis warten. Die Forscher Geers (v. l.), Ernst Schäfer, ein Einheimischer und Ernst Kause in sikkimischer Kleidung.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KA-02-002

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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Forschung: Hakenkreuz Bildhauerei in der tibetanischen Hauptstadt Lhasa. Im buddhistischen Kulturkreis ein Glückssymbol, für den "Reichsführer-SS" Heinrich Himmler ein Indiz für Reste im Himalaya überlebender "Arier". Tibet war schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts für die Deutsch-Russin, Okkultistin und Gründerin der Theosophischen Gesellschaft, Helena P. Blavatsky, ein Ort, an dem "arische" Überlebende des sagenhaften Atlantis Zuflucht gefunden haben sollen. Dieser kruden Theorie hing auch Himmler an.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-13-08-26

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Auf der Suche nach Ariern: Bruno Beger, hier bei der anthropologische Vermessung einer Tibeterin, "diagnostizierte", dass die Tibeter wohl irgendwie "zwischen der mongolischen und europäischen Rasse" stehen und sich ein "arisches Rasseelement" vor allem noch im Adel zeige. Im Ganzen sah Beger die Tibeter als einigermaßen geeignet an, eine Art Partnervolk der Deutschen zu werden, allerdings nur, wenn der "lähmende Einfluss des Buddhismus" zurückgedrängt werden könne.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KB-15-091

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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Forschung nach Rassegesichtspunkten: SS-Anthropologe Bruno Beger vermaß auf der Suche nach Ariern fleißig die Schädel von Tibetern, machte Gesichtsmasken aus Gips und zeichnete Körperproportionen auf. Beger und die anderen Forscher sammelten insgesamt die Daten von 376 Tibetern.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KB-15-089

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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Fremdes Land: Einzug der Lamas zum Mönlon im tibetischen Lhasa. Zur Zeit der NS-Expedition in den Himalaya war der heutige Dalai Lama noch ein kleines Kind.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-12-01-26

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Suche nach dem "Ur-Arier": Dr. Ernst Schäfer, der Leiter der ersten Deutschen Tibet-SS-Expedition 1938-1939.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-R63704

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Himmler und Heydrich: SS-Reichsführer Heinrich Himmler (l.) mit seinem Berater, dem Chef der Sicherheitspolizei Reinhard Heydrich im Jahr 1938. Tibet war schon Mitte des 19. Jahrhunderts für die Okkultistin Blavatsky ein Ort, an den "arische" Überlebende des sagenhaften Atlantis geflüchtet sein sollen. Für solchen okkulten Nonsens und diese Art völkischer Esoterik hatte der Reichführer SS, Heinrich Himmler eine Menge übrig. Schon 1935 hatte er die Organisation "Ahnenerbe" gegründet. Das Ziel: "Wissenschaftliche Beweise für Ursprünge und Überlegenheit der arischen Rasse" sammeln.

Foto: AP
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Unberührte Bergwelt: Grasende Pferde auf 2000 Meter Höhe. Im Hintergrund ist der Gordama-See an der Grenze zu Tibet zu sehen.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KB-05-034

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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Audienz beim Regenten: In Lhasa wird das SS-Forscherteam vom Regenten Tibets empfangen. Der heutige Dalai Lama war zu diesem Zeitpunkt ein kleines Kind.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KA-08-070

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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Fotografieren im Zemugebiet: Unter der Schirmherrschaft Himmlers und finanziert von der deutschen Industrie erforschte Ernst Schäfer 1938-1939 als Expeditionsleiter Tibet und das Himalaya-Bergland. Mit von der Partie waren der Anthropologe und SS-Obersturmführer Bruno Beger sowie drei weitere Begleiter.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KB-14-083

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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Geheimnis im Himalaya: Ein bewaffneter Osttibeter in Gobschi-Ralung. Eine NS-Expeditiom reiste 1938-1939 in das damals noch weitgehend unerforschte Tibet, auch um Gemeinsamkeiten zu erforschen. Das Hakenkreuz, im tibetanischen Kulturkreis seit Jahrhunderten ein Glückssymbol, ist auch "das höchste und heiligste Symbol der Deutschen" heißt es in dem während der Reise entstandenen Dokumentarfilm "Geheimnis Tibet".
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-10-10-13

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Junger Mönch: Ein tibetischer Mönch in Lhasa, fotografiert von dem NS-Expeditionsleiter Ernst Schäfer während seiner Reise durch den Himalaya.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-12-48-20

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Geheimnis Tibet: Die Uraufführung des SS-Films "Geheimnis Tibet" fand im Januar 1943 im Münchner Ufa-Palast statt. Er spielte in Absprache mit der SS in allen größeren deutschen Städten und faszinierte mit seiner Exotik die Heimatfront. In rund 400 verschiedenen Publikationen wurde er regelrecht hochgejubelt.

Foto: Jürgen Ritter/Ernst Krause
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Einreise über Indien: SS-Forscher machen auf dem Weg zum Dach der Welt in Kalkutta eine Abstecher auf eine Schlangenfarm. Von Links: Bruno Beger, Ernst Schäfer, ein unbekannter Inder, Ernst Krause.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KA-01-001

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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Empfang des neuen Jahres: Ein Reiter bei der Neujahrsparade in der tibetischen Stadt Lhasa.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-14-13-14

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Posieren mit Jagdbeute: Ein Tibeter mit erlegtem Affen. Ein Beteiligter der SS-Expedition 1938-1939 nach Tibet war der SS-Anthropologe Bruno Beger. Er vermaß auf der Suche nach Ariern fleißig die Schädel von Tibetern, machte Gesichtsmasken aus Gips und zeichnete Körperproportionen auf. Beger sammelte insgesamt die Daten von mehr rund 300 Tibetern und "diagnostizierte" , dass die Tibeter wohl irgendwie "zwischen der mongolischen und europäischen Rasse" stehen und sich ein "arisches Rasseelement" vor allem noch im Adel zeige.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KB-17-061

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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Gute Gastgeber: Ein Tibeter mit Gebetsmühle in Schigatse im Tibet-Film der Nationalsozialisten. Ernst Schäfer, Expeditionsleiter der Reise nach Lhasa 1938/1939 beschreibt stolz, dass "die ersten Deutschen in der heiligen Stadt mit großer Wertschätzung empfangen wurden". Man habe eine Unzahl Geschenke, "wie getrocknete Schafe, Schweinemumien, Mehl, Reis, Pferdefutter und nahezu 1000 Eier" erhalten.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KB-11-036

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Lächeln für die Nazis: Eine vornehme Tibeterin im Lhasa der dreißiger Jahre mit Pelzkappe. Die Tibeter wurden von den Nationalsozialisten als "Büdnisrasse" angesehen, in der sich "arische Raseelemente" fänden. Daher sollte Tibet nach dem "Endsieg" eine besondere Rolle im Staatenbund zukommen.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KB-10-060

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Mystischer Zauber auf dem Dach der Welt: Lama bläst auf einem Horn. Vor allem die fremdartigen Rituale haben es den Deutschen angetan.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KB-02-004

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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Gastfreundschaft: Frau Ringan und die Frau des Ministersohnes empfangen 1939 in der tibetischen Stadt Lhasa die deutsche Expedition um Ernst Schäfer.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-15-43-31

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Neujahrsparade der berittenen adeligen Krieger: Die heute so friedliebende Haltung der Tibetaner und des Lamaismus, nahmen entsprechend der Nazi-Ideologie eine untergeordnete Haltung ein. Vor allem die kriegerischen Traditionen die sich im tibetanischen Adel erhalten hatten wurden bei den Film und Fotoaufnahmen herausgearbeitet.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-14-24-07A

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Im Schatten der Götterburg: Am 19. Januar 1939 erreicht die SS-Expedition Lhasa, die Hauptstadt Tibets. Teile des Potala-Palast wurden bereits 637 nach Christus angelegt, jedoch erst Ende des 17. Jahrhunderts erhielt er sein heutiges Aussehen. Die wahrhaft riesige Anlage erstreckt sich in Ost-West Richtung auf rund 350 Metern und in Nord-Süd Richtung auf weiteren 300 Metern. In der Anlage verteilen sich auf 13 Stockwerken 999 Räume.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-12-28-10

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Tibeterinnen am Wegesrand: Mehr als 2000 Fotos machte die NS-Expedition. Das besondere Interesse an der Bevölkerung hatte mit ihrem Forschungsauftrag zu tun, der Suche nach Resten von Ur-Ariern. Nach den Vorstellungen der SS-Führung und insbesondere Himmlers sollten sich auf dem Dach der Welt Hinweise für die Überlegenheit der germanischen Rasse finden lassen.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-04-12-24

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Kriegs- und Teufelstänze anlässlich des heranrückenden Neujahrsfestes: Anlässlich des Neujahrsfestes filmten und fotografieren die SS-Forscher im Hofe des Potala-Palastes. Vor allem die archaische Dämonenwelt Tibets hat es dem "Schwarzen Orden" angetan. So beschreibt Ernst Schäfer fast schon euphorisch das tibetanische Staatsorakel als die Verkörperung.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-BB-111-02

Foto: Das Bundesarchiv/Bruno Beger
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Das Dach der Welt: Der alten Königspalast Yumbu Lagang aus dem zweiten Jahrhundert. Das angeblich älteste Gebäude Tibets. Der Legende nach wurde Yumbu Lagang von Anhängern der Bon-Religion für den ersten tibetischen König Nyachi Zänpo errichtet. Insbesondere diese vorbuddhistische Religion in der es vor Dämonen und Fabelwesen wimmelte hatte es den SS-Forschern angetan.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-15-12-37

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Nazi in Nadelstreifen: Auch wenn diplomatische Höflichkeiten, wie hier mit dem SS-Rasseforscher Bruno Beger (l.) ausgetauscht wurden, so lässt sich wissenschaftlich nicht beweisen, dass der Regent Reting Rinpoche (M.) wirklich ein gesteigertes Interesse am "Dritten Reich" hatte. Der Regent war als Stellvertreter für den damals noch dreijährigen Dalai Lama im Amt. Rechts steht der Leibwächter des Regenten.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-13-11-12

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Austausch diplomatischer Höflichkeiten: Ernst Schäfer hat es auch zustande gebracht, den Regenten von Tibet, Reting Rinpoche, für engere Beziehungen zwischen Berlin und Lhasa zu interessieren. Er erhielt ein Sendschreiben des Regenten mit auf die Heimreise, worin dieser erklärte: "Nehmen Sie nun, Euer Exzellenz, König Herr Hitler, zu diesem Verlangen nach gegenseitiger Freundschaft (...) unsere Zustimmung."
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-13-11-15

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Die Gleise von Auschwitz: Was als rassisch verblendete Großgermanen-Schwärmerei begann, führte nach der Rückkehr der SS-Expedition nach Deutschland mit einer erschreckenden Zwangsläufigkeit in die Konzentrationslager. Bruno Beger wollte ab 1943 in Auschwitz eine vergleichenden Skelettsammlung anlegen, die die Überlegenheit der nordischen Rasse vor der Jüdischen belegen sollte. Zu diesem Zweck selektierte er 86 jüdische Häftlinge, die vergast wurden.

Foto: AP
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Zusammenstoß der Kulturen: Nazis in Nadelstreifen treffen auf Kirchenfürsten in Wickelroben. Hier posieren die deutschen Expeditionsteilnehmer Karl Wienert (Von links), Ernst Schäfer, Bruno Beger, Edmund Geer, Ernst Krause mit den tibetischen Ministern.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KA-10-084

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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Filmaufnahmen im Hochgebirge: Ernst Krause und ein weiterer Wissenschaftler beim Filmen und Vermessen der Berge im Zermutal. Die deutsche Tibetexpedition stand unter explizit nationalsozialistischen Vorzeichen und hatte das Ziel nach Überresten einer untergegangenen "Zivilisation von Ur-Ariern" zu suchen.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-S-06-17-07

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Schäfer
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Diplomatie unterm Hakenkreuz: Die NS-Expeditionsteilnehmer Bruno Beger (von Links), Geers, Ernst Schäfer und Wienert bemühen sich um tibetische Würdenträger.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KA-10-072

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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Eintrittskarte in eine mystische Welt: Der Dolchmeister der tibetischen Nyingma-Tradition. Der Fürst von Gautsa in der Mudrastellung galt als Inkarnation des Kriegshalbgottes Gesar von Ling. Sein Abbild diente als Eintrittskarte für die Premiere des Dokumentarfilms "Geheimnis Tibet", der während der Expedition von den SS-Leuten gedreht wurde. Die Uraufführung fand im Januar 1943 im Münchner Ufa-Palast statt. Der ideale Propaganda-Coup: "Tollkühne SS-Männer" als Wissenschaftler und Forscher im fernen, geheimnisumwitterten fremden Landen auf der Suche nach den arischen Ahnen. Nicht nur die Kriegsbegeisterung für Eroberungsfeldzüge im Osten wurde so in der deutschen Bevölkerung durch den "Tibetrausch" angefacht, sondern auch die Institution SS als Forschungs- und Abenteuerclub verharmlost.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 135-KA-08-008

Foto: Das Bundesarchiv/Ernst Krause
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