Tiere Rabenmutter? Von wegen!
Mondfisch-Weibchen sind nicht gerade dafür bekannt, besonders liebevolle Mütter zu sein. Sie legen bis zu 300 Millionen Eier und kümmern sich nicht weiter um die Brut. Warum auch? Von den vielen Nachkommen wird schon der ein oder andere durchkommen.
Der Begriff Rabenmutter tut den Tieren Unrecht. Denn auch wenn deren Nachwuchs flügge ist, kümmern sich beide Eltern noch Wochen um die Kleinen.
Störche hätten den Titel schon eher verdient. Sie fressen teilweise ihren Nachwuchs, um die Überlebenschancen der Geschwister zu verbessern.
Die Grüne Krabbenspinne zählt dagegen zu den Übermüttern: Die Weibchen legen im Frühjahr etwa 40 Eier, aus denen im Sommer Jungtiere schlüpfen. In dieser Zeit fängt die Mutterspinne Insekten, die sie an ihre Jungtiere verfüttert, aber auch selbst frisst, um sich einen gewaltigen Bauch zuzulegen.
Bonobo-Mütter unterstützen ihre Söhne auch beim Sex. Denn eigentlich hat immer das ranghöchste Männchen den Vortritt. Damit auch der unterlegene Sohnemann zum Zug kommt, halten die Mütter das Alphatier fest.
Bei manchen Tierarten ist aber auch Oma die Größte. Bei Elefanten übernehmen vor allem ältere Weibchen das Kommando.
Die faulste Mutter ist eindeutig das Kuckuck-Weibchen. Es legt sein Ei einfach in die Nester anderer Vogelarten, um es ausbrüten zu lassen. Die kümmern sich dann um den untergeschobenen Nachwuchs.
Bei Seepferdchen ist Brutpflege Männersache. Während des ausgiebigen Liebesspiels spritzen die Weibchen die Eier in eine spezielle Brusttasche des Männchens. Schwangerschaft und Geburt bleiben den Männern überlassen.