Golfprofi beim Skirennen Zahnloser Tiger
Mut zur Lücke: Tiger Woods tauchte überraschend beim Skirennen seiner Freundin Lindsey Vonn in Cortina d'Ampezzo auf - mit fehlendem Schneidezahn.
Intakte Zähne: Lindsey Vonn hält nun die alleinige Bestmarke an Weltcupsiegen im Frauenskisport. Der Super-G-Erfolg von Cortina d'Ampezzo war ihr 63. Triumph, damit hat sie die alte Bestmarke von Annemarie Moser-Pröll übertroffen.
Tiger Woods verfolgte das Rennen mit einer Totenkopfmaske. "Doof" sei die, sagte Vonn. Aber sie habe ihn deshalb gleich erkannt.
Noch nicht einmal zum Küssen nahm Tiger Woods die Maske ab. Wollte er den fehlenden Zahn vor seiner Freundin verstecken?
Woods Manager behauptet, der Zahn sei ihm vor der Tribüne von einem Kameramann ausgeschlagen worden. "Er wurde K.O. geschlagen." Dafür sieht er hier aber ziemlich fit aus.
Vonn ließ ihrer Konkurrenz beim Super-G-Rennen keine Chance, mehr als acht Zehntel betrug am Ende ihr Vorspung. Schon am Vortag hatte sie in Cortina d'Ampezzo gewonnen.
In der vergangenen Olympia-Saison wurde Vonn noch von Verletzungspech gebeutelt. Sie hatte ihre Teilnahme an den Spielen in Sotschi wegen einer Knieverletzung abgesagt. "Ich bin am Boden zerstört", schrieb die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 auf ihrer Facebook-Seite.
Für die USA wollte der Superstar in Sotschi 2014 auf Medaillenjagd gehen. Aber schon das Jahr 2013 hätte für die 29-Jährige kaum schlechter laufen können.
Bei der Ski-WM in Schladming im Februar stürzte Vonn direkt am ersten Tag schwer. Nach einem Sprung hatte sie den rechten Ski verkantet.
Mit dem Hubschrauber wurde sie von der Piste abgeholt. Die Diagnose: Kreuz- und Innenbandriss im rechten Knie.
Hoch dekoriert: Vonn dominierte in den vergangenen Jahren den alpinen Skirennzirkus. 2008, 2009, 2010 und 2012 gewann sie den Gesamtweltcup.
Ihren größten Erfolg feierte die damals 25-Jährige bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver. In der Königsdisziplin Abfahrt holte sie Gold, im Super-G reichte es aber nur zu Bronze.
Zu Beginn der Saison 2012/2013 musste Vonn jedoch Rückschläge einstecken. Im Oktober erteilte der Weltverband Fis ihren Plänen, bei einer Männerabfahrt starten zu wollen, eine Absage.
Kurz darauf sorgte Vonn mit einem Interview für Aufregung, in dem sie zugab, jahrelang unter schweren Depressionen gelitten zu haben.
Vonn ist eine von fünf Rennfahrerinnen, die in allen fünf Disziplinen (Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Kombination) Weltcup-Siege feiern konnten.
Zweimal gewann sie bereits vier der sechs möglichen Weltcup-Trophäen in einem Winter. Dies war vorher nur dem Österreicher Hermann Maier gelungen.
2011 erhielt sie die Auszeichnung als Weltsportlerin des Jahres.
Die im Ski-Ort Vail aufgewachsene Athletin gilt als schnellste Frau auf zwei Brettern und ist schon jetzt die erfolgreichste Rennfahrerin ihres Landes.
Vonn gibt sich gern als Glamour-Girl der Szene, ist aber eine harte Arbeiterin, die alles für den Erfolg tut.
Darunter gelitten hat auch die einst enge Freundschaft zur deutschen Spitzenläuferin Maria Höfl-Riesch.
Zu groß war die Konkurrenz zwischen beiden. Höfl-Riesch und Vonn haben sich mittlerweile ausgesprochen, die enge Freundschaft ist jedoch vorbei.