Tiger Woods: Mut zur Lücke - DER SPIEGEL
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Golfprofi beim Skirennen Zahnloser Tiger

Golfprofi Tiger Woods tauchte überraschend in Cortina d'Ampezzo auf, um den Skisport-Rekordsieg seiner Freundin Lindsey Vonn zu feiern. Ein Kameramann habe ihm dabei mit dem Stativ einen Schneidezahn ausgeschlagen, sagt sein Manager. Die Veranstalter dementieren.
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Mut zur Lücke: Tiger Woods tauchte überraschend beim Skirennen seiner Freundin Lindsey Vonn in Cortina d'Ampezzo auf - mit fehlendem Schneidezahn.

Foto: AP/dpa
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Intakte Zähne: Lindsey Vonn hält nun die alleinige Bestmarke an Weltcupsiegen im Frauenskisport. Der Super-G-Erfolg von Cortina d'Ampezzo war ihr 63. Triumph, damit hat sie die alte Bestmarke von Annemarie Moser-Pröll übertroffen.

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Tiger Woods verfolgte das Rennen mit einer Totenkopfmaske. "Doof" sei die, sagte Vonn. Aber sie habe ihn deshalb gleich erkannt.

Foto: Andrea Solero/ dpa
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Noch nicht einmal zum Küssen nahm Tiger Woods die Maske ab. Wollte er den fehlenden Zahn vor seiner Freundin verstecken?

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Woods Manager behauptet, der Zahn sei ihm vor der Tribüne von einem Kameramann ausgeschlagen worden. "Er wurde K.O. geschlagen." Dafür sieht er hier aber ziemlich fit aus.

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Vonn ließ ihrer Konkurrenz beim Super-G-Rennen keine Chance, mehr als acht Zehntel betrug am Ende ihr Vorspung. Schon am Vortag hatte sie in Cortina d'Ampezzo gewonnen.

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In der vergangenen Olympia-Saison wurde Vonn noch von Verletzungspech gebeutelt. Sie hatte ihre Teilnahme an den Spielen in Sotschi wegen einer Knieverletzung abgesagt. "Ich bin am Boden zerstört", schrieb die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 auf ihrer Facebook-Seite.

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Für die USA wollte der Superstar in Sotschi 2014 auf Medaillenjagd gehen. Aber schon das Jahr 2013 hätte für die 29-Jährige kaum schlechter laufen können.

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Bei der Ski-WM in Schladming im Februar stürzte Vonn direkt am ersten Tag schwer. Nach einem Sprung hatte sie den rechten Ski verkantet.

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Mit dem Hubschrauber wurde sie von der Piste abgeholt. Die Diagnose: Kreuz- und Innenbandriss im rechten Knie.

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Hoch dekoriert: Vonn dominierte in den vergangenen Jahren den alpinen Skirennzirkus. 2008, 2009, 2010 und 2012 gewann sie den Gesamtweltcup.

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Ihren größten Erfolg feierte die damals 25-Jährige bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver. In der Königsdisziplin Abfahrt holte sie Gold, im Super-G reichte es aber nur zu Bronze.

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Zu Beginn der Saison 2012/2013 musste Vonn jedoch Rückschläge einstecken. Im Oktober erteilte der Weltverband Fis ihren Plänen, bei einer Männerabfahrt starten zu wollen, eine Absage.

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Kurz darauf sorgte Vonn mit einem Interview für Aufregung, in dem sie zugab, jahrelang unter schweren Depressionen gelitten zu haben.

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Vonn ist eine von fünf Rennfahrerinnen, die in allen fünf Disziplinen (Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Kombination) Weltcup-Siege feiern konnten.

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Zweimal gewann sie bereits vier der sechs möglichen Weltcup-Trophäen in einem Winter. Dies war vorher nur dem Österreicher Hermann Maier gelungen.

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2011 erhielt sie die Auszeichnung als Weltsportlerin des Jahres.

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Die im Ski-Ort Vail aufgewachsene Athletin gilt als schnellste Frau auf zwei Brettern und ist schon jetzt die erfolgreichste Rennfahrerin ihres Landes.

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Vonn gibt sich gern als Glamour-Girl der Szene, ist aber eine harte Arbeiterin, die alles für den Erfolg tut.

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Darunter gelitten hat auch die einst enge Freundschaft zur deutschen Spitzenläuferin Maria Höfl-Riesch.

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Zu groß war die Konkurrenz zwischen beiden. Höfl-Riesch und Vonn haben sich mittlerweile ausgesprochen, die enge Freundschaft ist jedoch vorbei.

Foto: Laurent Gillieron/ dpa
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