"Schlag den Star" Schweiß und Qual
Die "Schlag den Star"-Sendung vom 09. Februar macht Hoffnung, dass Samstagabendformate ihrem Unterhaltungsanspruch doch noch gerecht werden können.
Wie ein geladenes Teilchen zwischen zwei Platten saust die Sympathie an diesem Abend zwischen den Kandidaten hin und her, das erhält die emotionale Spannung.
Zwischendurch kommen Zweifel auf: Ist Sasha nämlich eigentlich zwar sehr nett, aber eben auch: einfach nur sehr nett?
Gleichzeitig rackert Mälzer terriermäßig weiter, obwohl er die ersten fünf Runden in Reihe verliert.
Weder Sasha noch Tim Mälzer sind pulsbetonierte Fitmaschinen. Man sieht den Schweiß und die Qual.
Mälzer erweist sich schnell als die perfekte Dampflok, die eine Sendung, die fünf Stunden und länger dauern kann, unbedingt braucht: Ein schwitzender Triebwagen, der brodelt, keucht, geifert und auch mal buchstäblich aus dem letzten Loch pfeift.
Zu sehen bei "Schlag den Star": Sonst samtgebettete und scheckheftgepflegte Promis, die sich zu unserem Amüsement ein bisschen wundreiben.
Man erfährt überraschende Details über die Kandidaten. Etwa, als Mälzer mit Rosamunde-Pilcher- und "Traumschiff"-Kennerschaft reüssiert und sich damit quasi selbst fachkundig mit einer feinen Schmalzschicht glasiert
Beim entscheidenden Spiel müssen die Kandidaten auf eine Art Schafott steigen und von dort oben einen sehr langen Faden ohne Zuhilfenahme der Hände in ihren Mund aufwickeln. Es kommt zu Komplikationen: Hat der siegreiche Sasha das Endstück des Fadens unrechtmäßig eingesaugt?
Elton entscheidet auf Wiederholung, Sasha gewinnt erneut und schlägt damit Mälzer, die Show ist vorbei.