Time 100 Gala Seeehr roter Teppich
Jedes Jahr kürt die US-Zeitschrift "Time" die 100 einflussreichsten Personen - Menschen, die Großes geleistet haben und anderen ein Vorbild sind. Auf der Liste tauchen regelmäßig internationale Top-Politiker auf, aber auch namhafte Wissenschaftler, Autoren, Mediziner oder Schauspielerinnen und Moderatorinnen wie Padma Lakshmi.
Eine Besonderheit der Liste ist, dass die Einflussreichen in einem kurzen Text beschrieben werden, den ein anderer Prominenter verfasst hat. So schrieb Regisseur Steven Spielberg über Greta Gerwig: "Die Poesie von Greta Gerwigs Filmen ist wie eine frische Brise, und ich kann es nicht erwarten, sie erneut zu spüren."
Auch Multitalent RuPaul ließ sich auf der Gala sehen. Er hatte erst im März einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame bekommen. RuPaul wurde als Drag Queen in den Neunzigerjahren berühmt, veröffentlichte den Hit "Supermodel (You Better Work)" und produzierte die Realityshow "RuPaul's Drag Race".
NBC-Journalistin Megyn Kelly und Wonder-Woman-Darstellerin Lynda Carter hatten offensichtlich Spaß auf der Gala der Einflussreichen.
Jennifer Lopez wurde in ihrer Eigenschaft als Ikone und Wegbereiterin geehrt. Sie sei die erste lateinamerikanische Schauspielerin gewesen, die mehr als eine Million Dollar für einen Film bekommen habe. "Aber sie ist auch Mutter, Unternehmerin, Aktivistin, Designerin, Schönheitsikone, Philanthropin und Produzentin. Sie ist eine unbestreitbare Kraft und ein Vorbild", so Laudatorin Kerry Washington.
Journalist Ronan Farrow und seine Mutter Mia ("Rosemary's Baby") posierten gemeinsam für die Kameras.
Die US-Skirennläuferin Lindsey Vonn hatte sich in Schale geworfen.
45 Frauen und 45 Personen unter 40 Jahren waren auf der Liste der Einflussreichen, hier die Schauspieler Emily Blunt und John Krasinski.
Strahlendes Lächeln: die indische Bollywood-Darstellerin Deepika Padukone
Die jüngste Preisträgerin war die 14-jährige britische Schauspielerin Millie Bobby Brown, die mit ihrer Rolle als "Eleven" in der Netflix-Science-Fiction-Serie "Stranger Things" berühmt wurde. "Das erste Mal traf ich Millie Bobby Brown in einer Eisdiele. (...) Sie war zwölf Jahre alt, aber ihr Geist und Verstand waren zeitlos"; sagte Laudator und Schauspielkollege Aaron Paul über das Nachwuchstalent.
Die Liste ist in mehrere Kategorien unterteilt: "Pioniere" (etwa "Daily Show"-Moderator Trevor Noah), "Anführer" (Trump, Prinz Harry, Meghan Markle), "Ikonen" (Rihanna), "Titanen" (Roger Federer) oder "Künstler" wie die hier posierende Nicole Kidman. "Außer dass sie eine hervorragende Schauspielerin ist, hat Nicole die Intelligenz, das Mitgefühl, die Güte und den Humor, die sie zum Inbegriff einer großartigen Frau und Freundin machen", schwärmte ihre Kollegin Naomi Watts.
Sänger Sean Mendes fand sich ebenfalls auf der Liste wieder. "Die Kunst von Shawn Mendes ist, dass man ihm live dabei zusieht, wie er Musik entdeckt", schrieb John Mayer über ihn. "Shawn hat eine starke, klare, weitreichende Sicht auf die Welt, und ich kann es kaum erwarten zu sehen, was er als nächstes hört."
Auch Christopher Wylie kam zu der Gala. Seine Enthüllungen über den Facebook-Datenskandal habe das Unternehmen "in eine Krise gestürzt und der immer noch unvollständigen Geschichte der US-Präsidentschaftswahl 2016 ein weiteres Kapitel hinzugefügt", sagte Matt Vella von "Time".
Von den Gästen besonders gelobt wurde das Engagement dieser jungen Anti-Waffen-Aktivisten aus Florida. Sie hatten nach dem Schulmassaker an der Marjory Stoneman Douglas Highschool mit 17 Toten zum Boykott der Waffenlobby und ihrer Unterstützer aufgefordert. Während einer vielbeachteten Rede auf einer der Demonstrationen sagte die 19-jährige Emma Gonzáles (zweite von links): "Wenn der Präsident mir ins Gesicht sagt, dass das eine schreckliche Tragödie war und dass man nichts tun kann, frage ich ihn, wie viel Geld er von der National Rifle Association bekommen hat. Ich weiß es: 30 Millionen Dollar."
Schauspieler Sterling K. Brown, der für seine Rolle in der Serie "This Is Us - Das ist Leben" 2017 einen Emmy sowie einen Golden Globe Award jeweils als bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie gewann.
Sängerin Kesha durfte sich über Lob von Cyndi Lauper freuen: "Lange bevor die #MeToo-Bewegung Schlagzeilen machte, hat sich Kesha gegen sexuelle Belästigung ausgesprochen, und es hätte sie fast ihrer Karriere gekostet. Aber statt leise zu gehen, hat sie gekämpft. (...) Frauen stellen etwa die Hälfte der Arbeitsbevölkerung der USA, und dennoch müssen wir immer noch für Gleichheit kämpfen, auch in der Musikbranche. Dank Kesha und anderen Frauen, die Gerechtigkeit und Fairness verlangt haben, schlagen wir nun eine neue Seite auf."