Todesstrafe - DER SPIEGEL
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Missglückte Hinrichtung Zu Tode gefoltert

Die missglückte Hinrichtung eines Todeskandidaten in den USA sorgte vor kurzem für Aufsehen: 18 Mal versagten die Henker beim Setzen der Giftspritze. Kein Einzelfall. Immer wieder schlagen Exekutionen fehl, Verurteilte werden qualvoll getötet.
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Überlebender der Todesstrafe: Über zwei Stunden hatten die Beamten vergeblich nach einer geeignete Vene gesucht, um dem zum Tode Verurteilten Romell Broom durch eine tödliche Injektion hinzurichten. 18 Mal stachen sie zu - Broom überlebte die qualvolle Prozedur. Ob der 53-Jährige ein zweites Mal hingerichtet wird, ist noch offen. Ende November will der Oberste Gerichtshof im Fall Broom entscheiden. Bis dahin wurden alle weiteren Hinrichtungen ausgesetzt.

Foto: AP
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Zweimal hingerichtet: Die Hinrichtung des erst 17-jährigen Willie Francis löste 1946 einen Sturm von Protesten aus. Francis überlebte den elektrischen Stuhl, was viele für ein Zeichen Gottes hielten. Sie forderten, ihn vor einer weiteren Hinrichtung zu verschonen. Der Oberste Gerichtshof entschied jedoch, dass eine zweite Hinrichtung nicht gegen die Verfassung verstoße. Francis kam ein weiteres Mal auf den elektrischen Stuhl - und starb.

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Thomas Edison in seinem Labor: Thomas Edison wollte den Beweis erbringen, dass sein Gleichstrom die sicherere Variante gegenüber dem Wechselstrom seines Konkurrenten George Westinghouse darstellt. Die beiden Männer lieferten sich einen Wettstreit - der zufällig den elektrischen Stuhl hervorbrachte.

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Tödlicher Stuhl: Eine schlimme Serie grausamer Zwischenfälle begann mit der Einführung des elektrischen Stuhls. Hier ein Exemplar von 1951.

Foto: Evening Standard / Getty Images
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Erste Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl: Seit 1889 sah das Gesetz New Yorks die Hinrichtung durch den elektrischen Stuhl vor. Bei William Kemmler wurde die neue Hinrichtungsart im August 1890 erstmals angewendet. Der Verurteilte zuckte minutenlang unter viel zu schwachen Stromstößen. Am Ende wurde er vor den Augen der Zuschauer buchstäblich zu Tode gekocht.

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Zum Tode Veruteilter John Louis Evans: Bei seiner Hinrichtung im April 1983 braucht es drei Anläufe bis der Verurteilte tot ist.

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Zu Tode gefoltert: Die Zuschauer waren entsetzt, als während der Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl plötzlich Blut aus Allen Lee Davis' Brust trat. Die später veröffentlichten Bilder zeigen, so der Oberste Gerichtshof 1999, "einen Mann, der brutal zu Tode gefoltert wurde".

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Injektionskammer: Seit den achtziger Jahren kommt in den USA bei der Urteilsvollstreckung vor allem die Giftspritze zum Einsatz. Befürworter halten die Methode für humaner als den elektrischen Stuhl. Laut Kritikern ist die tödliche Injektion allerdings keinesfalls schmerzfrei für den Häftling. Durch die Lähmung hätte es meist nur den Anschein, als schliefe der Hingerichtete friedlich ein. Häufig würden die Betroffenen aber elend ersticken.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?