Tödliche Waffen Das Atomprogramm der Sowjets
Sowjetischer Atombombentest (undatiertes Archivbild): Auf dem Versuchsgelände in Semipalatinsk in Kasachstan explodierte am 29. August 1949 gegen 7 Uhr morgens Ortszeit die erste sowjetische Atombombe. Erst im Juli 2000 wurde mit dem Versiegeln des letzten Schachts das Gebiet - so groß wie der Freistaat Sachsen - der Natur zurückgegeben.
Spitzkegelhalden bei Ronneburg (Archivfoto aus dem September 1997): Im sächsisch-thüringischen Raum wurde jahrzehntelang Uranerz abgebaut, auch für sowjetische Atombomben. Die Säuberung verseuchter Landstriche nach der Wende war ein Milliardenprojekt.
US-Atombombenabwurf (im japanischen Nagasaki am 9.August 1945): "Wir besitzen eine neue Waffe von ungewöhnlicher Zerstörungskraft."
US-Atombombe "Little Boy" (undatiertes Archivfoto): Eine Bombe gleicher Bauart wurde am 6. August 1945 über der japanischen Stadt Hiroshima abgeworfen. Die erste militärisch eingesetzte Atombombe in der Geschichte der Menschheit tötete auf einen Schlag 70.000 Menschen; bis Ende Dezember 1945 starben noch einmal so viele. Drei Tage später wurde über Nagasaki eine zweite Bombe gezündet, der ebenfalls etwa 70.000 Menschen zum Opfer fielen.
Früheres sowjetisches Kernwaffenlager ("Lychen II" bei Himmelpfort in Brandenburg, im August 2009): Seit 1968 lagerten die sowjetischen Streitkräfte hier 160 Raketensprengköpfe.
Russische Interkontinentalrakete "Topol-M" (bei einer Militärparade in Moskau, Mai 2008): Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges verfügten die USA und die UdSSR über etwa 60.000 Atomsprengkörper. Heute sind es zwar deutlich weniger, die Menge reicht aber noch immer aus, um die Welt mehrfach zu vernichten.
ALEXANDER NEMENOV/ AFP