Toll! Planet-Mann rettet die Welt!
Hurra! Schnuppern wir Hoffnung? Der neue, charismatische und wirklich beinahe schon so gut wie regierende US-Präsident Barack Obama begeistert nicht nur die Massen - auch lässt er keine Gelegenheit aus, das Weltklima zu retten.
Planet-Mann Obama scheut sich nicht, auch in den diffizilsten politischen Begegnungen die Probleme des Klimawandels in höflicher Weise zu thematisieren. Die ehrliche Zuneigung aller, die mit dem von Obama genutzten Planeten zu tun haben, ist ihm dabei sicher.
Doch nicht nur die Rettung der Atmosphäre beschäftigt Planet-Mann: Auch für kleinere welthistorische Details entlegener Regionen hat er jederzeit ein Hirnwinkelchen offen.
Dabei sind ihm die Niederungen des politischen Alltagsgeschäfts ebenso wenig fremd wie etwa die verzwickten Probleme des europäischen Profisports. "Er hat mich regelrecht erleuchtet", wird der bis dahin oft so traurige Fußballprofi Torsten Frings über Planet-Mann sagen, "keiner konnte mir die Laufwege im defensiven Mittelfeld bisher besser erklären als dieser Ballack Obama!"
Hat er erst einmal Vertrauen geschaffen - auch in fremderen Ländern wie Dschibuti, Deutschland oder Doreen -, so versucht Planet-Mann Obama doch immer wieder das eine, bestimmende Thema seiner Präsidentschaft volksnah auf den Punkt zu bringen. In Fernsehshows macht er sich für die Verbesserung der heißen Luft stark, die den Öffnungen der Menschheit tagtäglich unhinterfragt entweicht.
Zurück in der Heimat, setzt Planet-Mann gleich in Aktion um, was er in seiner "Welt da draußen" erlebt und gesehen hat: Mit seinem neuen, selbst ausgedachten Wachstumsprogramm "America calls YOU" bringt er zweieinhalb Millionen beschäftigungslose Telefonistinnen wieder in Lohn und Brot - finanziert allein durch anonyme Milliardenspenden von der Basis, wie zum Beispiel von der "General Motors Kaffeekasse".
Doch auch in öffentlichen Ansprachen gelingt es dem jugendlich wirkenden Charismatiker (dreißig Lux Ausstrahlung noch durch vier Zentimeter dicken Beton), die Menschen an sich und seine große Idee zu binden: eine Welt ohne fiese Gase (oder wo die Gase wenigstens meldepflichtig sind und alle Industrienationen erklären, sich aufrichtig für ihre Produktion zu schämen).
Da erstaunt es nicht, dass man auch anderswo dem Vorbild der Obamania zu folgen versucht: In Deutschland etwa verblüfft die SPD alle Nörgler mit einem hochgradig modernen und integrativen Überraschungskandidaten für die Kanzlerkandidatur.