Fotostrecke Klassiker auf Kopfsteinpflaster
Wenn es über die Pavés von Nordfrankreich geht, ist kein Radprofi auf seinem Gefährt sicher. Bei Paris-Roubaix sind Stürze fast programmiert.
Auch für die Top-Stars der Szene sind die 257 Kilometer eine Tortur - wie hier für den britischen Star Bradley Wiggins.
55 Kilometer geht es ausschließlich über Kopfsteinpassagen. Wer dann einen Defekt hat, ist quasi verloren.
2006 erwischte es den Amerikaner George Hincapie aus dem Team von Lance Armstrong: Aus der Traum vom Klassikersieg.
Für den Sieger gibt es ewigen Ruhm und den überdimensionalen Pflasterstein. Hier freut sich der Schweizer Fabian Cancellara über seinen Erfolg 2006.
Der König von Paris-Roubaix ist der Belgier Tom Boonen. Viermal gewann er zwischen 2005 und 2012 - aber auch er ist schwer gezeichnet nach seinem Triumph 2009.
Boonen startet in diesem Jahr zum letzten Mal. Entsprechend riesig war schon im Vorfeld das Medieninteresse an ihm. Wo der Belgier auftaucht, da sind die Reporter.
Boonen, Boonen, wohin man schaut. Sein letzter Auftritt überstrahlt alle anderen Themen.
Ein fünfter Erfolg würde den Belgier im Radsport unsterblich machen. Aber Konkurrenten wie Peter Sagan haben etwas dagegen.
Bei den anderen Klassikern wie hier bei der Flandenrundfahrt an der berühmten Mauer von Geraardsbergen spielte Boonen nur eine Nebenrolle.
Vor Paris-Roubaix gab es schon mal eine Torte von Boonens Team Quick Step zu Ehren ihres berühmten Fahrers.
Der Belgier hat in seiner Karriere zahlreiche Erfolge angehäuft, sechsmal allein siegte er bei Etappen der Tour de France.
2007 präsentiert er stolz sein Rad bei der Tour - er war damals schon ein Star in der Szene.
2006 trug Boonen auch mal für drei Tage das Gelbe Trikot bei der Tour - an den Bergen scheiterte er jedoch regelmäßig.
Nicht immer gab es nur Erfolg: 2011 stürzte Boonen bei der Tour. Zuvor fiel er zweimal wegen Kokainkonsums aus und wurde zeitweilig suspendiert. Die Belgier haben ihm das verziehen, sie feiern ihn trotzdem.