Tom Johnson: Pittsburghs Parkplatzhäuschen - DER SPIEGEL
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Parken ganz persönlich Pittsburghs Parkplatzhäuschen

Der Fotograf Tom M. Johnson porträtiert in einer Fotoserie Parkplatzhäuschen und ihre Wärter.
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Der Fotograf Tom M. Johnson porträtiert in einer Fotoserie Parkplatzhäuschen und ihre Wärter in Pittsburgh. Die Idee für das Projekt bekam er, als er für eine Auftragsarbeit diesen Parkplatz ablichtete. Die Einsamkeit und Melancholie, die der Mann ausstrahlte, faszinierte ihn. Eine Woche später kehrte Johnson zurück, um dieses Foto zu schießen. Er bat den Porträtierten sich genauso zu verhalten, wie einige Tage zuvor: "Schaue einfach von der Kamera weg und versuche mich zu ignorieren." Der Parkwächter sei sehr scheu und introvertiert, was für Johnson perfekt zu diesem Porträt passte.

Foto: Tom M. Johnson
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Der Familie von Adam gehört der Parkplatz, auf dem er arbeitet. "Manchmal ist es am besten Fotos zu machen, bevor mein Motiv Zeit hat, darüber nachzudenken", sagt Johnson. So sei es auch bei Adam auf diesem Foto gewesen.

Foto: Tom M. Johnson
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Ali und sein Parkplatzhäuschen gehörten zu den ersten Motiven der Serie "Pittsburgh Parking Lot Booths and Their Attendants". Als Johnson dem Porträtierten nach einem Monat einen Abzug vorbei bringen wollte, traf er den Mann nicht mehr an - er war in seine Heimat Ägypten zurückgekehrt.

Foto: Tom M. Johnson
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Dieses Parkplatzhäuschen steht beim Andy Warhol Museum in Pittsburgh. Immer wenn das Museum geöffnet hat, ist auch der Parkplatzwärter Alex vor Ort.

Foto: Tom M. Johnson
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Dave arbeitete früher wie die meisten Männer in Pittsburgh in einem Stahlwerk.

Foto: Tom M. Johnson
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Eigentlich bezeichnet sich Kenneth als einen Unternehmer, doch bis eine seiner vielen Geschäftsideen in Erfüllung geht, arbeitet er weiterhin auf dem Parkplatz in der Nähe der Duquesne University in Pittsburgh.

Foto: Tom M. Johnson
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Phil hilft im Sommer seinem Vater bei der Arbeit, um etwas zu seinen Studiengebühren beizutragen.

Foto: Tom M. Johnson
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Während Molly an der Park University in Pittsburgh studierte, arbeitete sie auf dem Parkplatz. Nach ihrem Abschluss zog sie zurück nach Kalifornien und trat der Marine bei.

Foto: Tom M. Johnson
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Dieser Parkplatz befindet sich an der Liberty Avenue, einer der Hauptstraßen von Pittsburgh. Wenn Vollzeit-Parkwächter Ron nicht gerade Autos parkt, sitzt er entweder vor seinem Häuschen, sieht fern oder unterhält sich mit einem seiner Freunde, die oftmals hier vorbei kommen.

Foto: Tom M. Johnson
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Das erste Mal, als Johnson diesen Mann fragt, ob er ein Porträt von ihm machen dürfe, sagte er nein. "Was hast du vor mit dem Bild, bringst mich in ein Pornomagazin?", fragte der Parkplatzwächter Frank. Doch der Fotograf blieb hartnäckig und kam immer wieder, bis der hier Porträtierte schließlich einwilligte. "Ich hatte Glück, dass seine Kleidung, die er an diesem Tag trug, perfekt zu seinem Parkplatzhäuschen passte", sagt Johnson.

Foto: Tom M. Johnson
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An dem Tag als Johnson Sue fotografierte, war der Besitzer des Parkplatzes auch zugegen, nur ungern willigte er dem Foto ein. Doch schnell wurde der Mann ungeduldig, sodass Johnson nur wenige Bilder von Sue machen konnte. Da sie auf allen anderen blinzelte, wählte Johnson dieses von ihr aus.

Foto: Tom M. Johnson
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Weylin arbeitet eigentlich als Maler, Tänzer und Physiotherapeut. Wenn auf dem Parkplatz nichts zu tun ist, packt er seine Stifte aus.

Foto: Tom M. Johnson
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Dieser Mann ließ sich erst überzeugen bei dem Projekt mitzumachen, als Johnson ihm versprochen hatte, ihn nur durch das Plexiglas zu fotografieren - sodass man ihn kaum erkennen kann.

Foto: Tom M. Johnson
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In Pittsburgh ist der Parkplatzwächter John White allseits bekannt. "Du siehst ihn nie ohne Zigarre, er liebt es, mit seinen Kunden zu flirten und zu scherzen", sagt Johnson.

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"Kenny ist wahrscheinlich die netteste Person, die ich je getroffen habe. Er grüßt jeden, der sein Auto parkt", so Johnson. Der Wärter lernte seine Frau auf dem Parkplatz kennen, nachdem sie ihm lange Zeit ein außergewöhnlich hohes Trinkgeld gegeben hatte. Da es insgesamt rund 100 Parkplätze in Pittsburgh gibt, bleiben Johnson noch einige weitere Motive für seine Fotoserie.

Foto: Tom M. Johnson
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?