Tom Wolfe: Der erste Pop-Journalist - DER SPIEGEL
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Tom Wolfe Der erste Pop-Journalist

Er galt als Gesellschafts- und Zeitdiagnostiker, der für jedes Jahrzehnt das passende literarische Sittengemälde lieferte - jetzt ist Tom Wolfe gestorben.
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Er galt als Gesellschafts- und Zeitdiagnostiker, der für jedes Jahrzehnt das passende literarische Sittengemälde lieferte - jetzt ist der Autor und stilprägende Journalist Tom Wolfe gestorben.

Foto: AP/ Little, Brown and Company, Mark Seliger
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Wolfe wurde in Virginia geboren, ab 1947 studierte er Anglistik. Später machte er seinen Doktor an der Elite-Universität Yale (hier: Wolfe im Jahr 1965, damals arbeitete er u.a. für die "New York Herald Tribune").

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Ab Mitte der Sechziger prägte Tom Wolfe, der als Starreporter u.a. für die "Washington Post" arbeitete, den sogenannten "New Journalism" mit - er galt als hip, dandyhaft und als blitzgescheiter Beobachter der Gesellschaft, aber auch von Subkulturen (hier: Wolfe im Jahr 2004).

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Der "New Journalism" wollte die Welt nicht sachlich betrachten, sondern verband die eigenen subjektiven Erfahrungen und Beobachtungen mit literarischem Anspruch - diese Art des Schreibens prägte eine Generation von Reportern.

Foto: LLUIS GENE/ AFP
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Ab den Siebzigern und zunehmend in den Achtzigern wandte sich Wolfe immer stärker der Literatur zu.

Foto: Bebeto Matthews / AP
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Szene aus "Fegefeuer der Eitelkeiten" mit Tom Hanks und Bruce Willis - die Verfilmung von Wolfes erstem Roman kam 1990 in die Kinos. Darin beschreibt der Schriftsteller den Aufstieg und Fall eines New Yorker Investment-Bankers - das Buch kam pünktlich zum Börsenkrach 1987 raus und wurde ein Beststeller.

Foto: ddp images
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Szene aus der Verfilmung von Wolfes Roman "Die Helden der Nation" von 1982, der die Geschichte der US-Raumfahrt erzählt.

Foto: ddp images
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Wolfe 2002 mit dem damaligen Präsidenten George W. Bush - er hatte sich einst öffentlich bekannt, dem Republikaner seine Stimme gegeben zu haben. Für manche Intellektuelle wie John Updike und Norman Mailer war er ein Rechter. Im Gespräch mit dem SPIEGEL sagte er vor wenigen Monaten: "Ich bin nicht politisch. War ich nie. Politisch werde ich erst, wenn die Hunnen zwei Blocks entfernt stehen."

Foto: Stephen Jaffe / AFP
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Wolfe 2008: Auch wenn sich Literaturkritiker angesichts seines Werks durchaus gespalten zeigten, wurde an seinem Status als "erster Pop-Journalist" ("Guardian") nicht gerüttelt.

Foto: Shannon Stapleton / REUTERS
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Wolfe im Jahr 1988 bei einem Vortrag an der Universität Cambridge - den Reiz seines Berufs erklärte er mal so: "Der größte Spaß am Schreiben ist das Entdecken."

Foto: Peter Southwick / AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?