Top-Agent Philby - DER SPIEGEL
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Top-Agent Philby Nutzlos in Moskau

Er gab Stalin die entscheidenden Hinweise für den Bau der Atombombe: Über Jahrzehnte war der Brite Kim Philby der wichtigste Spion der Sowjets. Eine Biografie enthüllt nun Geheimdienstdokumente - und erzählt vom Ruhestand des Doppelagenten, der in Moskau plötzlich mit dem Kommunismus fremdelte.
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Mit Familie: Der ehemalige Doppelagent Philby verbringt gegen Ende der sechziger Jahre mit seiner Tochter Josefine und seinen Enkelkindern einen Urlaub an der Schwarzmeerküste im Kurort Suchum, in Abchasien.

Foto: Dolgopolow/Verlag Molodaja Gwardia
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Spion aus Überzeugung: Der Diplomatensohn Harold Adrian Russell Philby, genannt Kim, wurde 1912 in Britisch-Indien geboren, studierte an der Universität in Cambridge und arbeitete als Redakteur der "Anglo-German Review".

Die Zeitung wurde von einem Verein herausgegeben, der hoch in der Gunst der Nationalsozialisten stand. Doch keiner von ihnen ahnte, dass sich hinter der Fassade des scheinbar Hitler-nahen PR-Mannes ein Kommunist verbarg, der sich bereits 1934 dem sowjetischen Geheimdienst verpflichtet hatte.

Foto: Dolgopolow/Verlag Molodaja Gwardia
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Im Dienste Ihrer Majestät: Spion Philby aufgenommen in den fünfziger Jahren in London. Der Aristokrat machte ab 1940 beim britischen Geheimdienst Karriere und wurde sogar Leiter der Abteilung, die sich mit der Bekämpfung des Kommunismus befasste.

Foto: Dolgopolow/Verlag Molodaja Gwardia
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"Persilschein" für Philby: Kim Philby am 8. November 1955 bei einer Pressekonferenz, nachdem ihm der britische Außenminister Harold McMillan öffentlich einen "Persilschein" ausgestellt hatte. Dem Doppelagenten war es damals gelungen, den Verdacht auf Spionagetätigkeiten zu zerstreuen.

Foto: Harold Clements/ Getty Images
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Beinahe enttarnt: Diese Pressekonferenz fand im Haus seiner Mutter in Drayton Gardens, London, statt. Philby, rechts, hatte 1951 zwei enttarnte Doppelagenten gewarnt und ihnen damit zur Flucht in die Sowjetunion verholfen. Die Affäre wurde untersucht, Philby wurde gezwungen, in den Ruhestand zu gehen, aber schließlich vom britischen Premierminister von allen Anschuldigungen freigesprochen.

Foto: Getty Images
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Doppelleben: Kim Philby, Offizier des britischen Geheimdienstes und gleichzeitig Spion für die Sowjetunion, posiert am 9. November 1955 neben seiner Mutter.

Foto: Harold Clements/ Getty Images
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In den Medien: "Moskaus größter Spion - Kim Philby" titelte der SPIEGEL am 29. Januar 1968. Der Langzeitagent war von 1934 bis zu seiner Enttarnung 1962 für den sowjetischen KGB und den britischen Secret Service gleichzeitig tätig.

Foto: DER SPIEGEL
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Nach der Spitzelkarriere: Mit seiner Frau Rufina und Tochter Josefine, links, verbringt der Ex-Spion Kim Philby in den achtziger Jahren einen Urlaub, vermutlich in Bulgarien. Seine Tochter lebte in Großbritannien und besuchte ihre Eltern gelegentlich.

Foto: Dolgopolow/Verlag Molodaja Gwardia
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Ausflug mit Bewachern: Philby, links, wird um 1970 während eines Angelausflugs auf der Wolga von zwei Betreuern begleitet. Der ehemalige Doppelagent durfte aus Sicherheitsgründen keinen Schritt ohne seine Begleiter machen. Die sowjetische Regierung hatte Angst vor einem Anschlag auf den Ex-Spion und wollte ihn schützen.

Foto: Dolgopolow/Verlag Molodaja Gwardia
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Im Ruhestand: Der pensionierte Spion, hier um 1980, genoss in der Sowjetunion einige Privilegien. Beispielsweise durfte er - wie auf diesem Bild zu sehen - die "Times" lesen und hörte täglich BBC.

Foto: Dolgopolow/Verlag Molodaja Gwardia
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Brite auf der Marke: Das Konterfei des britisch-sowjetischen Spions Kim Philby ziert eine russische Briefmarke von 1990.

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Persönliches Dokument: Der KGB-Ausweis des britischen Doppelagenten Kim Philby wurde am 22. Dezember 2010 in Moskau ausgestellt.

Foto: AFP
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Erinnerungstafel: Eine Tafel am Hauptquartier des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR in Moskau erinnert an den britischen Doppelagenten Kim Philby, der 1988 starb. Sie wurde am 9. Dezember 2010 vom Leiter der Behörde, Mikhail Fradkov, enthüllt.

Foto: AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?