Rainer Rupp 50 Pfennig von "Kurt"
Im Schatten des Films: Der Hitchcock-Film "Topas" von 1969 ist ein Agententhriller, der 1962 während des Kalten Krieges kurz vor der Kuba-Krise spielt. Als der Agent Rainer Rupp den Decknamen "Topas" von der DDR-"Hauptverwaltung Aufklärung" bekam, habe er sich zuerst gefragt, "ob die in Ost-Berlin noch ganz gescheit sind", dann aber die positive Seite erkannt. Falls je ein Verdacht auf ihn fallen sollte, hätte er sagen können, "Ihr habt wohl zu viele Hitchcock-Filme gesehen."
Spione vor Gericht: Rainer Rupp, der lange Zeit unter dem Decknamen "Topas" als Agent für die DDR spionierte, im Oktober 1993 auf dem Weg zum Gericht, wo er gegen den ehemaligen DDR-Geheimdienstchef Markus Wolf aussagte. Rupp selbst wurde am 17. November 1994 wegen schweren Landesverrats zu zwölf Jahren Haft verurteilt.
Das Ende einer Agentenkarriere: Der ehemalige Top-Spion Rainer Rupp alias "Topas" (r.) wurde am 17. November 1994, vom Oberlandesgericht Düsseldorf wegen Landesverrats zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der geständige Maulwurf hatte zwischen 1977 und 1989 in der Brüsseler Nato-Zentrale Geheimnisse ausspioniert. Links sitzt seine Frau Ann-Christin, die wegen Beihilfe zum Landesverrat zu einer Bewährungsstrafe von 22 Monate verurteilt wurde.
Fiktion und Wirklichkeit: Die Vorlage für Rainer Rupps Decknamen als Agent "Topas" war der gleichnamige Spielfilm von Alfred Hitchcock. Darin wird ein französischer Agent 1962 in die Ereignisse der Kuba-Krise verwickelt. Der "Topas", der für die DDR die Nato ausspionierte, beruft sich auf die Aussage eines US-Strategen, wonach DDR-"Kundschafter" mit Hilfe der von ihnen besorgten Informationen womöglich "die Empfänger in Moskau beruhigt" und auf diese Weise "einen Atomkrieg verhindert" hätten. Dementsprechend wichtig war die Rolle des aus Saarlouis stammenden Rupp.
Bezwingbare Festung: Die Flaggen der 19 Mitgliedsstaaten wehen im Februar 2003 vor dem Nato-Hauptquartier in Brüssel. Hier arbeitete von 1977 bis 1989 auch der studierte Volkswirt Rainer Rupp. Was seine Vorgesetzten nicht wussten: Rupp spionierte unter dem Decknamen "Topas" für den Geheimdienst der DDR.
Konfrontation in Berlin: Während des Kalten Krieges gab es mehrere Momente, in denen er fast in einen "heißen" Krieg umgeschlagen wäre. So standen sich beispielsweise amerikanische und sowjetische Panzer am 28. Oktober 1961 am Grenzübergang Checkpoint Charlie gegenüber. Für 48 Stunden drohte Berlin der Ausgangspunkt für den Dritten Weltkrieg zu werden, bis die Machthaber auf beiden Seiten einlenkten.
Deutschlands heimlicher Atomtest: In den frühen Morgenstunden des 31. August 1957 zündeten die USA "Smoky" - die bis dahin stärkste auf dem amerikanischen Kontinent getestete Atombombe. Zweck der Übung: Vergrabene deutsche Bunkermodelle für eine geplante Schutzanlage der Bundesregierung sollen auf ihre Haltbarkeit gegen Atomschläge getestet werden. Das es nicht tatsächlich zu einem Atomschlag während des Kalten Krieges kam, könnte auch an dem dichten Spionagenetz beider Seiten gelegen haben.
Im Manöver mit dem Marder: Zahlreiche Soldaten der Bundeswehr, anderen Nato-Mitgliedsstaaten und eines französischen Großverbands beteiligten sich am 23.9.1986 an dem Herbstmanöver "Fränkischer Schild" im Raum Würzburg. Hier zu sehen ist ein getarnter Schützenpanzer Marder.
Signatur im Bundesarchiv: B 145 Bild-F073486-0027
Jubiläumsbesuch: Die Berliner Bevölkerung begrüßte die Parteiführer und Staatsoberhäupter der Länder des Warschauer Vertrages vor dem Roten Rathaus. Die Repräsentanten der sozialistischen Länder würdigten mit ihrem Besuch am 29. Mai 1987 des Rathauses das 750-jährige Bestehen der Stadt.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1987-0529-036
Gemeinsame Truppenübung: Panzer der NVA beim Überwinden eines Wasserhindernisses im Nordwesten Polens während einer gemeinsamen taktischen Übung mehrerer Staaten des Warschauer Pakts
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-Z0812-035