Top-Terrorist Carlos - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Terrorist Carlos Verhaftung im Pyjama

20 Jahre lang hetzten westliche Geheimdienste "Carlos, den Schakal". 1994 ging ihnen der damals meistgesuchte Terrorist endlich in die Falle. Eine Schachtel Lucky Strike, das Oktoberfest und Krampfadern an den Hoden leiteten sein Ende ein.
1 / 10

Fahndungsfoto von Carlos: Der Topterrorist Illich Ramirez Sanchez, bekannt unter dem Decknamen "Carlos, der Schakal", wirkt auf diesem Fahndungsfoto der französischen Polizei trotz Sonnenbrille geradezu harmlos - dennoch ist dies das Gesicht des meistgesuchten Killers der siebziger, achtziger und frühen neunziger Jahre.

Foto:

AP

2 / 10

Anschlag auf OPEC-Konferenz: Sanitäter tragen einen Polizeibeamten aus dem OPEC-Gebäude in Wien, der bei dem Anschlag am 21. Dezember 1975 von Terroristen niedergeschossen worden ist. Rädelsführer Carlos entkommt in den folgenden zwei Jahrzehnten immer wieder den verschiedensten Geheimdiensten - Experten hielten den "Schakal" zeitweilig sogar für ein Phantom.

Foto: DPA
3 / 10

Nach dem Überfall: Eine von Kugeln durchlöcherte Glastür im Inneren des OPEC-Gebäudes in Wien einige Tage nach der spektakulären Geiselnahme von Dezember 1975, bei der drei Menschen starben. Damals galt der Überfall, den Carlos organisiert hatte, als einer der spektakulärsten Terroranschläge der Geschichte.

Foto: DPA
4 / 10

Zeugenvernehmung von Carlos: Der bereits wegen mehrfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte "Schakal" wartet im November 2000 auf seine Vernehmung zu dem Anschlag auf die OPEC-Zentrale in Wien von 1975. Sein Haar und der bleistiftdünne Schnurbart sind ergraut; unter seinem Hemd zeichnet sich ein Bauch ab - Carlos ist seit 1994 Terror-Pensionär, gezwungenermaßen. Mindestens 83 Morde gehen auf sein Konto.

Foto: Thomas Coex/ DPA
5 / 10

Familien-Ausflug ins libanesische Bekaa-Tal: Carlos und Magdalena Kopp mit Tochter Elba Rosa 1987 bei einem Ausflug im libanesischen Bekaa-Tal. Die familiäre Idylle konnte der Terroristen allerdings nur kurz genießen - anfang der neunziger Jahre mochten ihm auch seine ehemaligen Unterstützer in der arabischen Welt keinen Unterschlupf mehr gewähren. 1992 gingen Frau und Tochter nach Venezuela, Carlos selbst suchte im Sudan Unterschlupf - wo er dann 1994 verhaftet wurde.

Foto: Deutsche Verlags-Anstalt
6 / 10

Explosion: Am 25. August 1983 brachte eine 24-Kilogramm-Bombe das "Maison de France" am Berliner Kurfürstendamm teilweise zum Einstürzen - so viel Sprengstoff wie beim Anschlag auf das französische Kulturzentrum in Berlin war noch nie bei einem Terrorakt in der Bundesrepublik verwendet worden. Ein Mensch starb in den Trümmern; 23 wurden verletzt. Der Anschlag war Teil des Rachefeldzugs, den Topterrorist Carlos gegen französische Einrichtungen anzettelte, nachdem seine Freundin und spätere Ehefrau Magdalena Kopp in Frankreich verhaftet worden war.

Foto: GUENTHER PETERS/ AP
7 / 10

Carlos im Pariser Gefängnis La Santé: 1994 wurde der gefürchtete "Schakal" nach einer knapp zwanzigjährigen Karriere als Terrorist bei einer Nacht-und-Nebel-Aktion im Sudan festgenommen. Seitdem sitzt er, zu lebenslanger Haft verurteilt, in Frankreich im Gefängnis. Hier posiert Carlos 1995 im feinen Anzug scheinbar vor idyllischer Flusslandschaft. Doch trügt der schicke Schein - er steht vor einer Fototapete im Pariser Gefängnis La Santé.

Foto: Deutsche Verlags-Anstalt
8 / 10

Ex-Terrorist Weinrich: Der Deutsche - hier bei einem Gerichtstermin im Februar 1996 - war Carlos engster Komplize und war an etlichen Anschlägen des "Schakals" beteiligt, so auch am Anschlag auf das "Maison de France" in Berlin 1983. Nach seiner Festnahme 1995 wurde Weinrich des fünffachen versuchten Mordes schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt.

Foto: DPA
9 / 10

Magdalena Kopp mit Tochter Anna: Magdalena Kopp, frühere Lebensgefährtin von Topterrorist Carlos, mit Tochter Anna 1971 in Frankfurt.

Foto: Deutsche Verlags-Anstalt
10 / 10

Carlos' Vater mit Enkelin: Altagracia Ramirez Navas, Vater von Carlos, mit Rosa, der Tochter von Magdalena Kopp 1992.

Foto: Deutsche Verlags-Anstalt
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?