"Topographie des Terrors" - DER SPIEGEL
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"Topographie des Terrors" Manager des Massenmords

Wer plante die Verbrechen der Nazis? Die neue Ausstellung "Topographie des Terrors" im Berliner Regierungsviertel zeigt die kaum bekannten Köpfe hinter dem NS-Vernichtungssystem - und legt offen, wie viele hochrangige Täter nach 1945 von der Justiz unbehelligt blieben. Von Jan Friedmann
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Manager des Massenmords: Der Reichsführer SS Heinrich Himmler mit dem Chef des Hauptamtes "Persönlicher Stab Reichsführer SS", Karl Wolff. Das Foto wurde 1938 in Himmlers Dienstzimmer im ersten Stock der Prinz-Albrecht-Straße 8 aufgenommen - dort, wo jetzt das neue Dokumentationszentrum "Topographie des Terrors" die Köpfe hinter dem NS-Vernichtungssystem zeigt.

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Neues Dokumentationszentrum: Die Dauerausstellung "Topographie des Terrors" in Berlin südlich des Potsdamer Platzes stellt die europäische Dimension der NS-Schreckensherrschaft dar. Diese Schautafel zeigt Fotos jener Menschen, die die Gestapo in ihrem Hausgefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße 8 inhaftierte. Das neue Dokumentationszentrum wurde am 6. Mai 2010, zwei Tage vor dem 65. Jahrestag des Kriegsendes, eröffnet.

Foto: MAURICE WEISS
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SS-Führer Engel: Am 12. Juni 2002 musste sich Friedrich Engel, ehemaliger Chef des SS-Sicherheitsdienstes von Genua, vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Der Bundesgerichtshof hob die Verurteilung im selben Jahr wieder auf. In der "Topographie des Terrors" ist diese Momentaufnahme ausgestellt - als Beispiel für zahlreiche hochrangige NS-Verbrecher, die nach 1945 von der Justiz unbehelligt blieben.

Foto: AP
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Ursprungs-"Topographie": Eine provisorische Ausstellung wurde seit 1987 im Freien gezeigt. Mit mehr als 500.000 Besuchern im Jahr gehörte die "Topographie des Terrors" auf dem Außengelände zu den meistbesuchten Erinnerungsorten in Berlin.

Foto: Getty Images
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Mitten im Regierungsviertel: Nach zweieinhalb Jahren konnte das Ausstellungsgebäude und die Außenanlage nach den Plänen der Architektin Ursula Wilms und des Landschaftsarchitekten Heinz W. Hallmann fertiggestellt werden. 20 Millionen Euro kostete der Bau. Links ist das Finanzministerium (ehemals Luftwaffenministerium während des "Dritten Reiches") und ein Teilstück der Berliner Mauer zu sehen.

Foto: MAURICE WEISS
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Schnörkelloser Bau: Passend zum Konzept der Ausstellung ist der neue Museumsbau funktional und nüchtern - hier die angelegte Wasserfläche im Lichthof, das Gelände ringsum soll hingegen bewusst unfertig anmuten.

Foto: REUTERS
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In Himmlers Dienstzimmer: Reichsführer-SS Heinrich Himmler (dritter von links, Foto von 1938) bespricht sich in seinem Dienstzimmer in der Prinz-Albrecht-Straße mit Werner Lorenz (von links), Chef des Hauptamts "Volksdeutsche Mittelstelle", Reinhard Heydrich, Chef des "Reichssicherheitshauptamts" und Karl Wolff, Chef des Hauptamts "Persönlicher Stab Reichsführer-SS". Auf dem "Prinz-Albrecht-Gelände" südlich des Potsdamer Platzes ist nun die neue Dauerausstellung "Topographie des Terrors" zu sehen.

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Behörden der Repression: Die Ausstellung zeigt, wo die zentralen Institutionen von SS und Sicherheitsdienst im "Dritten Reich" untergebracht waren.

Foto: MAURICE WEISS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?