Aufklärer aus Jagel Der Späh-Tornado
Im Eiltempo bereiten die deutschen "Tornado"-Piloten ihren Syrien-Einsatz vor, bereits nächste Woche sollen die ersten Jets vom Fliegerhorst in Jagel in Richtung Türkei starten.
Journalisten lassen sich auf dem Flugfeld in Jagel die technischen Besonderheiten des "Recce Tornado" erklären, der in Syrien als Aufklärer eingesetzt werden soll.
Unter dem Bauch der Jets hängt ein rund zwei Meter langer grauer Kasten; die dort eingebauten Foto- und Infrarotkameras liefern in Echtzeit gestochen scharfe Bilder - Unterstützung für die internationalen Koalition gegen den IS.
Die Kampfflugzeuge vom Typ "Tornado" sind alt - aber zuverlässig, sagen die Piloten vom Taktischen Luftwaffengeschwader 51 "Immelmann".
Ein "Tornado" startet in Jagel zu einem Übungsflug. Ab Januar sollen sechs der Aufklärer einsatzbereit sein; gesteuert vom Befehlsstand der Anti-IS-Koalition in Katar werden sie mehrmals täglich zu Spähaufträgen abheben.
Die Piloten Alexander S. (links) und Nils G. werden in Syrien im Einsatz sein. Beides erfahrene Piloten, die ihre Mission pragmatisch sehen: "Für die deutsche Außenpolitik war es wichtig, Militärjets als Zeichen der Solidarität zu schicken."
"Tornado" im Kurvenflug über dem Fliegerhorst. Details ihres Einsatzes kennen die Piloten nicht. Kommandeur Michael Krah vermutet, dass die Jets jeweils für eine Stunde einen bestimmten Korridor über IS-Gebiet in Syrien abfliegen.
Der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51, Michael Krah. Natürlich sei der Einsatz gefährlich, sagt er, gleichwohl müsse man sich "keine übertriebenen Sorgen" machen.