Ende in der Suite Sex, Drogen, Exitus
John Belushi: Der Sänger und Schauspieler feierte seinen größten Filmerfolg mit "Blues Brothers" Anfang der achtziger Jahre an der Seite von Dan Aykroyd.
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere, mit nur 33 Jahren, starb Belushi am 5. März 1982 in Hollywoods Luxushotel "Chateau Marmont" an einer Überdosis aus Heroin und Kokain. Gefunden hatte ihn dort...
...sein Freund und Filmpartner Bill Wallace, der vergeblich versucht hatte, Belushi wiederzubeleben. Umringt von Reportern brachten Polizisten die Leiche des Schauspielers schließlich aus dem Hotel in Los Angeles.
Michael Hutchence: Der in den achtziger Jahren als Rockgott verehrte Sänger von INXS war nicht nur für seine Musik bekannt. Auch durch seiner Ehe mit Moderatorin und Sexsymbol Paula Yates, Verhältnisse mit Kylie Minogue und Model Helena Christensen sowie Kokainexzesse zog er immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich.
In Vorbereitung auf eine Australien-Tournee trafen sich die Mitglieder von INXS am 21. November 1997 im Hotel Ritz Carlton in Sydney - am nächsten Morgen wurde dort der leblose Körper von Hutchence erhängt in seinem Zimmer gefunden. Im Blut des 37-Jährigen fand der Gerichtsmediziner Spuren von Alkohol, Kokain und Prozac und gab als Todesursache Selbstmord an. Allerdings wurde auch vermutet, dass es sich um einen Unfall während eines autoerotischen Strangulationsspiel handelte.
Janis Joplin: Die Hippie-Ikone wird ihren Fans wohl vor allem für ihren Auftritt beim legendären Woodstock-Festival im Sommer 1969 in Erinnerung bleiben. Aber auch Nicht-Hippies kennen ihre Songs wie "Me and Bobby McGee" und "Mercedes Benz".
Sie war zu Aufnahmen für ein neues Album in Los Angeles - allerdings am Morgen des 4. Oktober 1970 nicht im Studio erschienen. Als jemand daraufhin zum Landmark Hotel fuhr, in dem sie wohnte, fand er die 27-Jährige leblos in ihrem Zimmer. Die Obduktion ergab, dass sie etwa zwölf Stunden zuvor an einer Überdosis Heroin gestorben war.
Gustaf Gründgens: Der Schauspieler war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des deutschen Theaters und Films in der Zeit des Nationalsozialismus. Nach Kriegsende kam er zwar zuerst noch in ein sowjetisches Gefangenenlager, wurde aber entlastet und konnte weiterarbeiten. Seine größte Rolle war die des Mephisto in "Faust", die er immer wieder im Theater, aber auch im Film spielte.
Im Sommer 1963 kündigte der damalige Intendant des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg und begab sich auf eine Weltreise. Am 7. Oktober 1963 wurde er dann tot in einem Hotelzimmer in Manila auf den Philippinen gefunden. Er war an einer Magenblutung gestorben, nachdem er eine Überdosis Schlafmittel genommen hatte.
Sam Cooke: Anfang der sechziger Jahre war er einer der ersten großen schwarzen Popstars, heute gilt er als Begründer der Soulmusik. Unerwartet populär wurden seine Songs, als 1986 ein junger Mann in einem Werbespot nur mit einer Jeans bekleidet in eine Badewanne steigt, während im Hintergrund ein Imitator Cookes "Wonderful World" singt.
Cooke selbst durfte diesen späten Erfolg allerdings nicht mehr miterleben. Auf dem Höhepunkt seines Ruhms hatte der damals 33-Jährige am 11. Dezember 1964 eine junge Frau mit in ein Motelzimmer in Los Angeles genommen. Was danach genau passierte, ist bis heute nicht geklärt. Fest steht nur, dass die Dame vor ihm floh und er auf der Suche nach ihr in das Büro der Managerin eindrang, die ihn daraufhin erschoss.
David Carradine: Bekannt geworden war der legendäre Schauspieler in den siebziger Jahren mit der Rolle des Kampfsportmeisters Kwai Chang Caine in der erfolgreichen US-Serie "Kung Fu". In den darauffolgenden Jahrzehnten spielte er in über 200 Produktionen mit, war jedoch international kaum bedeutend. Das änderte sich schlagartig, als er 2003 in einer der Hauptrollen in Quentin Tarrantinos Gangsterzweiteiler "Kill Bill" vor der Kamera stand.
2009 hielt er sich zu Dreharbeiten in Bangkok auf, als am Morgen des 4. Juni die Leiche des 72-Jährigen in seinem Hotelzimmer gefunden wurde. Der Autopsie zufolge war sein Tod wahrscheinlich ein Unfall. Er hatte sich - wohl während eines autoerotischen Akts - selbst stranguliert.
Jimi Hendrix: Für seine Fans war es ein Schock, als ihr Gitarrengott am 18. September 1970 im Londoner Samarkand Hotel tot aufgefunden wurde. Nur wenige Wochen zuvor hatte der Musiker eine Europatournee begonnen, die er jedoch abbrechen musste, da seine Auftritte aufgrund seines Drogenkonsums immer schlechter wurden.
In der Nacht seines Todes zog Hendrix mit seiner deutschen Freundin Monika Dannemann durch London. Anschließend nahm sie ihn mit in ihr Hotelzimmer, wo er nach einer Überdosis Schlaftabletten an seinem eigenen Erbrochenen erstickte.
Rob Pilatus: Der als Teil des Duos Milli Vanilli in den achtziger Jahren bekannt gewordenen Tänzer war entsetzt, als sein Manager Frank Farian 1990 bekannt gab, dass Rob und Fab nie selbst gesungen hatten und die Stimmen in den Milli-Vanilli-Songs eigentlich zu anderen Künstlern gehörten.
Nach einem erfolglosen Comeback mit seinem ehemaligen Mitstreiter Fabrice Morvan als Rob & Fab und einem ebenso erfolglosen Alkoholentzugsversuch starb Robert Pilatus am 2. April 1998 nach Alkohol- und Drogenkonsum in einem Hotelzimmer in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main.
Nancy und Sid: Er wurde bekannt als der Bassist der Sex Pistols, sie war seine Freundin. Nancy Spungen wurde am 12. Oktober 1978 im Chelsea Hotel in New York brutal erstochen. Sid Vicious, der noch am Morgen bei der Hotelrezeption angerufen und gestammelt haben soll, er habe sie getötet, wurde verdächtigt, aber auf Kaution freigelassen.
Zum Prozess gegen ihn kam es dann allerdings nicht mehr. Kurz vor der Verhandlung, am 2. Februar 1979 wurde er nach einer Überdosis Heroin - ebenfalls in einem Zimmer des Chelsea Hotels - tot aufgefunden.
Bobby Farrell: Es waren Songs wie "Daddy Cool" und "Sunny", mit denen sich die Disco-Truppe Boney M und ihr exzentrischer Sänger Bobby Farrell in die Herzen ihrer Fans gesungen und getanzt hatten.
Farrell, der nach anhaltenden Streitigkeiten ab 1992 mit einer eigenen Boney-M-Gruppe unterwegs war, befand sich gerade auf einer Russlandtour, als er am 30. Dezember 2010 leblos in einem Hotelzimmer in St. Petersburg gefunden wurde. Eine Obduktion ergab, dass er an Herzversagen gestorben war.
Francis Bacon: Der exzentrische Ire hatte bereits in den dreißiger Jahren mit dem Malen begonnen - doch nur wenige seiner Werke aus dieser Zeit sind erhalten, denn der Maler selbst zerstörte Anfang der vierziger Jahre Hunderte seiner Bilder, weil sie seinen Ansprüchen nicht mehr genügten. Seine Arbeiten beschäftigten sich immer wieder mit Gewalt, Schmerz und Zerstörung - während er zuletzt vor allem wegen seiner Spielsucht und exzessiven Alkoholkonsums von sich reden machte.
Für eine Velazquez-Ausstellung nach Madrid gereist, starb er dort am 28. April 1992 in seinem Hotelzimmer nach einem Herzinfarkt.
John Entwistle: "The Ox" ("der Ochse") hatte bei The Who stets im Schatten seiner viel berühmteren Kollegen Roger Daltrey und Pete Townshend gestanden und wurde trotzdem einer der bekanntesten und einflussreichsten Bassisten der Rockgeschichte.
Am 27. Juni 2002, einen Tag bevor die Band eine große US-Tournee beginnen wollte, wurde Entwistle in seinem Zimmer im "Hard Rock Hotel And Casino" in Las Vegas tot aufgefunden. Die Autopsie ergab, dass der 57-Jährige an Herzversagen nach einer Überdosis Kokain gestorben war.
Paul Gray: Der Bassist der stets in roten Sträflingsoveralls und mit Masken auftretenden Nu-Metal-Band Slipknot wurde am Pfingstmontag, dem 24. Mai 2010, tot in einem Hotelzimmer in Urbandale, Iowa aufgefunden.
Eine Untersuchung ergab eine Überdosis Morphium und Fentanyl, die zusammen mit einer zuvor bestehenden Herzerkrankung laut Gerichtsmedizin ursächlich für den Tod des Musikers gewesen waren.
Gary Moore: Der aus Nordirland stammende Musiker war als Gitarrist der Rockgruppe Thin Lizzy bekannt geworden und machte später als Bluesmusiker Karriere.
Mit 58 Jahren starb er am 6. Februar 2011 in einem Hotel in dem spanischen Urlaubsort Estepona im Schlaf an einem Herzinfarkt.
Richard Manuel: Der Ausnahmemusiker sang und spielte Klavier für The Band, die in den sechziger Jahren als Hintergrundband für Bob Dylan gestartet war.
Manuel litt seit Jahren an Alkoholproblemen - auf einer Tournee durch Florida erhängte er sich nach einem Konzert am 4. März 1986 in seinem Motelzimmer in Winter Park.
Bruno Kastner: Der Schauspieler und Frauenschwarm machte zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch seine Auftritte in Stummfilmen Karriere. Doch als der Tonfilm aufkam, blieben die Rollen für den alternden Schauspieler, der zudem unter den Folgen eines Motorradunfalls und einem Sprachfehler litt, aus.
Kastner wurde depressiv. Am 30. Juni 1932 erhängte sich der 42-Jährige in einem Hotelzimmer in Bad Kreuznach.
Mitch Mitchell: Der als Schlagzeuger neben Jimi Hendrix bekannt gewordene Musiker war als das letzte noch lebende Mitglied der Originalbesetzung der Jimi Hendrix Experience bemüht, das Andenken seiner Kollegen aufrechtzuerhalten. Mit der "Experience Hendrix Tour" war er gerade in den USA unterwegs, als man ihn am 12. November 2008 in Portland, Oregon tot in einem Hotelzimmer fand.
Der 61-jährige Mitchell, der nach jahrelangem Alkoholmissbrauch starke gesundheitliche Probleme gehabt habe, sei, so wurde später bekanntgegeben, im Schlaf eines "natürlichen Todes" gestorben.
Nikola Tesla: Der Elektrotechnikpionier und Erfinder war um die Jahrhundertwende der Gegenspieler Thomas Alva Edisons. Während Edison die USA noch mit Gleichstrom versorgen wollte, kaufte der spätere Elektroriese George Westinghouse Teslas Patent für Wechselstrom - und wurde reich. Tesla selbst blieb ein wenig bekannter Eigenbrötler und beschäftigte sich etwa im Alter mit dem Entwerfen von Todesstrahlen. Seinen Lebensunterhalt bestritt er aus einer jugoslawischen Staatspension.
Als das Geld nicht mehr reichte, musste Tesla, der seit 1898 in dem New Yorker Luxushotel Waldorf Astoria wohnte, in das Hotel "New Yorker" umziehen. Hier fand man den 86-Jährige leblos am Morgen des 8. Januar 1943.
Stephen Gately: Der Sänger hatte 1993 neben Ronan Keating, Keith Duffy, Michael Graham und Shane Lynch mit der Boyband Boyzone und ab 2000 auch solo große Erfolge gefeiert.
Die Band stand kurz vor einer großen Comeback-Tour, als Gately am 10. Oktober 2009 in einem Hotelzimmer auf Mallorca tot aufgefunden wurde. Der Sänger, Songwriter und Schauspieler, der sich auf einer Urlaubsreise befunden hatte, war an einem Lungenödem gestorben.
Whitney Houston: Die für ihre gewaltige Stimme und Songs wie "I Will Always Love You" bekannte Sängerin und Schauspielerin hatte den Höhepunkt ihrer Karriere 1992 in dem Film "Bodyguard" an der Seite von Kevin Costner. Nach einer gescheiterten Ehe mit dem gewalttätigen Sänger Bobby Brown sowie jahrelanger Alkohol- und Drogenabhängigkeit hatte sie zwar immer wieder ein Comeback versucht, war jedoch auch immer wieder gescheitert.
Am 11. Februar 2012 wollte sie eigentlich die am Abend stattfindende Verleihung der Grammy Awards 2012 besuchen, als sie tot in einem Hotelzimmer in Beverly Hills gefunden wurde. Die Ursache des Todes der 48-Jährigen wurde bislang noch nicht abschließend geklärt.
Mikey Welsh: Er fing 1997 als Bassist der Collegerock-Band Weezer an. Doch bereits 2001 war er nach einem Selbstmordversuch, Drogenmissbrauch und einem Nervenzusammenbruch durch Scott Shriner ersetzt worden.
40-jährig wurde Welsh (links) am 8. Oktober 2011 nach einer Überdosis tot in einem Hotelzimmer in Chicago gefunden. Er war in die Stadt gereist, um sich mit seinen ehemaligen Bandkollegen beim Festival "Riot Fest" zu treffen.
Oscar Wilde: Der irische Schriftsteller hatte zeitlebens einen besondern Sinn für Ästhetik. Am Ende seines Lebens verarmt, lebte er - wahrscheinlich auf Kosten des Besitzers - in dem Pariser Hotel d'Alsace. Überliefert ist von ihm aus dieser Zeit das Zitat: "Entweder geht diese scheußliche Tapete - oder ich."
Kurz darauf, am 30. November 1900 starb Oscar Wilde in jenem Hotelzimmer an den Folgen einer Meningitis.