Tour de France Wiggins fliegt nach Besançon
Tony Martin wollte unbedingt den Sieg im ersten Einzelzeitfahren. Und der Deutsche, der seit der ersten Etappe durch einen Kahnbeinbruch beeinträchtigt ist, setzte auf den 41,5 Kilometern von Arc-et-Senans nach Besançon die Bestzeit.
Doch Martins Zeit hatte nicht lange Bestand. Der Schweizer Fabian Cancellara, der bereits den Prolog gewonnen hatte, war im Kampf gegen die Uhr über eine Minute schneller. Doch auch Cancellara sollte nicht jubeln dürfen.
Als Letzter ging der Top-Favorit auf den Tages- und Gesamtsieg auf die Strecke. Und Bradley Wiggins machte schon bei der ersten Zwischenzeit klar, dass er den Sieg holen würde.
Titelverteidiger Cadel Evans, im Gesamtklassement Zweiter hinter Wiggins, verlor am Ende 1:43 Minuten auf den Briten.
Wiggins dominierte das Einzelzeitfahren und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung damit aus. Eine Vorentscheidung war der Erfolg trotzdem noch nicht, Evans ist noch in Schlagdistanz.
Für einen Doppelsieg des Sky-Teams sorgte Chris Froome. Wiggins' Edelhelfer war nur 35 Sekunden langsamer als sein Kapitän und verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Rang drei. Möglicherweise ist auch er nun ein Kandidat für den Tour-Sieg.