Unfall bei der Tour de France Stillstand
Tag drei bei der Tour de France 2015: André Greipel (links) wartete entspannt und gut gelaunt auf den Start der dritten Etappe. Er hatte sich mit seinem Etappensieg am Vortag das Grüne Trikot gesichert.
Die Rennfahrer machten sich auf den Weg von Antwerpen nach Huy. 159,5 Kilometer standen auf dem Programm.
Wie schon auf der zweiten Etappe setzten sich sofort Fahrer ab, darunter wie am Vortag Jan Barta (rechts). Mit ihm in der Spitzengruppe fuhren Martin Elmiger (IAM), Bryan Nauleau (Europcar) und Serge Pauwels (MTN-Qhubeka).
Etwa 60 Kilometer vor dem Ziel gab es einen schweren Massensturz, in den etwa 20 Fahrer verwickelt waren. William Bonnet aus der französischen FDJ-Equipe hatte das Rad eines Kollegen touchiert, war danach gestürzt und hatte eine Kettenreaktion ausgelöst.
Im Team von Laurens Ten Dam herrschte nach dem Sturz Unklarheit. Der Niederländer hatte sich verletzt, seine Aufgabe war schon vermeldet worden, und dann saß er doch wieder auf dem Rad.
Auch Fabian Cancellara, Träger des Gelben Trikots, stürzte. Er kam mit dem Rad von der Straße ab und überschlug sich, konnte jedoch weiterfahren.
So viel Glück hatte Tom Dumoulin (Giant-Alpecin) nicht: Der Dritte des Gesamtklassements musste aufgeben und wurde mit dem Krankenwagen abtransportiert. Auch der frühere San-Remo-Sieger Simon Gerrans (Australien/Orica) sowie Bonnet mussten das Rennen aufgeben.
Im Anschluss an den Unfall wurde das Rennen neutralisiert. Das Peloton musste zunächst deutlich die Geschwindigkeit drosseln.
Schließlich wurde das Rennen um 16.06 Uhr gestoppt, das Feld kam zum Stillstand und wartete darauf, dass die Rennleitung das Signal zur Weiterfahrt gab. Nach einigen Minuten durften die Fahrer wieder in die Pedale treten, jedoch dauerte es noch, bis das Rennen wieder freigegeben wurde.
Im Ziel triumphierte der Spanier Joaquim Rodríguez. Er setzte sich vor Christopher Froome und Alexis Vuillermoz durch. Tony Martin verpasste erneut die Gesamtführung.