Zorniger, Labbadia und Co. Die Trainer des VfB Stuttgart seit Daum
Alexander Zorniger wurde im Juli 2015 als Trainer vorgestellt. Der Mann, der vorher beim Zweitligisten RB Leipzig gescheitert war, trat selbstbewusst auf - was ihm nach dem desaströsen Saisonstart des VfB schnell zum Verhängnis wurde. Die auf Bedingungslosigkeit angelegte Offensivphilosophie Zornigers wurde zunehmend zum Problem für die defensive Stabilität. Nach 13 Spieltagen trennte sich der Klub von ihm.
Ein alter Bekannter beim VfB: Der Niederländer Huub Stevens wurde am 25. November 2014 als neuer Trainer in Stuttgart offiziell vorgestellt und blieb bis zum Saisonende.
Stevens beerbte Armin Veh, der nach nur zwei Siegen aus den ersten zwölf Saisonspielen seinen Rücktritt bekanntgab. Veh war erst zu Beginn der Saison 2014/2015 nach Stuttgart zurückgekehrt. Zuvor war er bei Eintracht Frankfurt angestellt gewesen.
In der Vorsaison war Huub Stevens drei Monate für den VfB verantwortlich und rettete den Klub vor dem Abstieg.
Stevens löste den glücklosen Thomas Schneider ab, heute Assistent von Joachim Löw. Allerdings hielt der VfB nur ein dreiviertel Jahr an dem Coach fest.
Fast drei Jahre hieß Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia. Er verhinderte erst den Abstieg und führte den Klub dann in den Europapokal. Als es anschließend jedoch wieder bergab ging, musste Labbadia gehen.
Labbadias Vorgänger war Jens Keller, der gerade einmal zwei Monate im Amt blieb.
Keller war zuvor Co-Trainer von Christian Gross gewesen. Der Schweizer kam im Dezember 2009, galt wegen seiner vorherigen Stationen Grasshopper Zürich, Tottenham Hotspur und FC Basel als großer Coach. Doch es passte nicht, im Oktober 2010 war schon wieder Schluss.
Gross' Vorgänger Markus Babbel übernahm den VfB Stuttgart am 23. November 2008. Offiziell fungierte Babbel als Teamchef, da ihm die nötige Trainerlizenz fehlte. Sein Assistent Rainer Widmayer war offizieller Cheftrainer. Babbel wurde Anfang Dezember 2009 beurlaubt.
Babbel hatte die Mannschaft von Veh (l.) übernommen, mit dem der VfB 2007 die Deutsche Meisterschaft geholt hatte. Veh war von 10. Februar 2006 bis zum 23. November 2008 im Amt. Doch ähnlich wie bei Babbel konnte seine Mannschaft nach einem erfolgreichen Jahr nicht an die gezeigten Leistungen anknüpfen.
Veh hatte seinerzeit Giovanni Trapattoni abgelöst, der die Stuttgarter vom 1. Juli 2005 bis zum 9. Februar 2006 betreut hatte. Doch unter Trapattoni lief es beim VfB nicht, auch das Spiel war meist unansehnlich.
Vor Trapattoni lenkte Matthias Sammer die Geschicke an der Seitenlinie. Er trainerte den VfB in der Zeit vom 1. Juli 2004 bis zum 3. Juni 2005. Auch als Spieler war er für Stuttgart aktiv und wurde dort sogar Deutscher Meister. Nach dem Verpassen der Qualifikation für die Champions League vereinbarten der Verein und Sammer die vorzeitige Auflösung des Vertrages.
Sammer hatte den Posten von Felix Magath übernommen, der zum FC Bayern gewechselt war. Unter dem früheren HSV-Profi war der VfB mit den "jungen Wilden" wie Kevin Kuranyi und Timo Hildebrand in den Europapokal gestürmt.
Magath hatte einen ebenso prominenten Vorgänger. Ralf Rangnick trainierte die Mannschaft vom 3. Mai 1999 bis zum 23. Februar 2001. Doch beim VfB lief es für Rangnick nicht besonders gut. In seiner ersten Saison wurde er Achter, in der Folgeserie geriet die Mannschaft zwischenzeitlich sogar in Abstiegsgefahr. Rangnick wurde draufhin entlassen.
Zuvor war Rainer Adrion für das Team verantwortlich - allerdings nur vom 1. Januar 1999 bis zum 2. Mai 1999 als Cheftrainer tätig. Anschließend trainierte er die Reserve des VfB.
Adrion war auf Wolfgang Rolff gefolgt, der vom 5. bis zum 31. Dezember 1998 die Mannschaft kurzzeitig hauptverantwortlich als Interimstrainer betreut hatte. Zuvor war er Co-Trainer der Stuttgarter.
Nötig wurde Rolffs Engagement als Chef, weil Winfried Schäfer am 4. Dezember 1998 entlassen worden war. Schäfer kam in Stuttgart überhaupt nicht zurecht und musste sein Amt, das er erst am 1. Juli 1998 übernommen hatte, schnell wieder zur Verfügung stellen.
Prominenter Vorgänger Schäfers war der heutige Bundestrainer Joachim Löw, der die Mannschaft vom 14. August 1996 bis zum 30. Juni 1998 betreut hatte. Zunächst war Löw nur als Übergangslösung geplant gewesen, doch nach sechs ungeschlagenen Spielen in Folge zu Beginn der Saison 1996/1997 wurde er zum Cheftrainer befördert. Unter ihm spielte auch das sogenannte "Magische Dreieck": Krassimir Balakov, Giovane Elber und Fredi Bobic. Mit dem VfB gewann Löw 1997 den DFB-Pokal.
Einer der schillerndsten Stuttgarter Trainer der vergangenen 25 Jahre war Christoph Daum, der mit dem VfB 1992 die Meisterschaft holte. Nach Daum waren Jürgen Röber, Hans-Jürgen Sundermann und Rolf Fringer als Trainer in Stuttgart tätig, bevor Löw übernahm.