Transferflops der Bundesliga - DER SPIEGEL
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Fußball-Transfers Große Hoffnung, große Enttäuschung

Die Bundesligavereine investieren jedes Jahr Ablösen in Millionenhöhe für neue Spieler. Doch nicht für jeden Neuzugang wird aus dem Wechsel zum Traumverein auch der nächste Karriereschritt. Für so manchen endet das neue Engagement auf der Tribüne.
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Es ist bisher eine Saison zum Vergessen für Kevin-Prince Boateng. Dem sonst so torgefährlichen Mittelfeldspieler gelang bisher kein einziger Treffer, er leistete nur drei Vorlagen. Der Wechsel zum FC Schalke 04 vor gut einem Jahr (Ablösesumme: 10 Millionen Euro) - Verein und Spieler dürften sich davon mehr versprochen haben. Ein Abschied des Ghanaers am Saisonende gilt als wahrscheinlich.

Foto: Dennis Grombkowski/ Bongarts/Getty Images
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Große Hoffnungen hatten die BVB-Fans in Ciro Immobile gesetzt. Bislang wurden die Anhänger enttäuscht: Der Torschützenkönig der Serie A, der im Sommer für 18,5 Millionen Euro nach Dortmund gewechselt war, konnte den abgewanderten Robert Lewandowski bisher nicht ersetzen. Zuletzt wurde gar über einen vorzeitigen Abschied spekuliert. Unter anderem soll der AC Mailand Interesse am 25-jährigen Italiener bekundet haben.

Foto: Alex Grimm/ Bongarts/Getty Images
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Weil Wunschstürmer Romelu Lukaku nicht zu bekommen war, verpflichtete der VfL Wolfsburg vor der Saison den vereinslosen Nicklas Bendtner. Nur zwei Spiele über 90 Minuten und gerade einmal drei Tore stehen für den Dänen bisher zu Buche. Selbst nach dem Abgang von Ivica Olic zum HSV kam Bendtner nicht zum Zug. Sturmkollege Bas Dost trifft zudem seit Beginn der Rückrunde wie er will. Keine Chance für "Lord" Bendtner.

Foto: FABIAN BIMMER/ REUTERS
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Rafael van der Vaart galt nach seiner Rückkehr zum Hamburger SV 2012 als Hoffnungsträger. Für 13 Millionen Euro kam er von den Tottenham Hotspurs an die Elbe. Zu seiner Form aus früheren HSV-Zeiten hat der Niederländer seitdem nicht gefunden. Trainer Joe Zinnbauer vertraut mittlerweile immer häufiger jüngeren Spielern. Van der Vaart bleibt nur der Platz auf der Ersatzbank. Er hat Gerüchten zufolge diverse Angebote aus den Niederlanden und den USA. Er wird den Verein am Saisonende höchstwahrscheinlich verlassen.

Foto: Bongarts/Getty Images
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Jahrelang war Vedad Ibisevic Stuttgarts zuverlässigster Angreifer. In den drei Spielzeiten zuvor war der 30-Jährige immerhin an 48 Toren beteiligt. Die aktuelle sportliche Krise des VfB geht auch an ihm nicht spurlos vorbei. 0 Tore und 1 Assist: So liest sich die Horrorbilanz von Ibisevic.

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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Johannes Flum zählt zu den Verlierern des Trainerwechsels in Frankfurt. Seitdem Thomas Schaaf die Verantwortung übernommen hat, kam der 27-Jährige auf nur 41 Minuten Einsatzzeit. In der abgelaufenen Saison gehörte er noch zum Stammpersonal. Seine sportliche Perspektive in Frankfurt ist fraglich.

Foto: imago
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Als Nationalspieler und WM-Achtelfinalist kam Fabian Johnson ablösefrei aus Hoffenheim zu Borussia Mönchengladbach. Doch seine Weiterentwicklung verläuft schleppend. Einzig durch Lucien Favres Rotationsprinzip kommt Johnson zu seinen Einsatzzeiten. Im Mittelfeld hat die Borussia einfach zu viele Alternativen, gegen die der Deutsch-Amerikaner meist den Kürzeren zieht.

Foto: imago
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Von diesem Transfer hatte sich Leverkusen mehr versprochen: Kyriakos Papadopoulos kam vor der Saison auf Leihbasis zur Werkself. Wenn ihn nicht gerade seine Schulter an einem Einsatz hinderte, spielte er in der Innenverteidigung wenig bis gar nicht überzeugend. Momentan gibt es keine Argumente für eine feste Verpflichtung. In der kommenden Saison wird er aller Voraussicht nach zum FC Schalke zurückkehren.

Foto: Ronny Hartmann/ Bongarts/Getty Images
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Tim Matavz kam zu Saisonbeginn für rund drei Millionen Euro Ablöse von PSV Eindhoven zum FC Augsburg und ist damit der teuerste Transfer der Augsburger Vereinsgeschichte. Der slowenische Nationalspieler kam in zehn Partien zum Einsatz, stand dabei nur viermal in der Startelf. Er erzielte lediglich zwei Tore nach Einwechslung. So richtig angekommen scheint er in Augsburg noch nicht. Ärgerlich für den Slowenen: Im November 2014 riss er sich das Innenband, konnte im Wintertrainingslager nur Laufeinheiten absolvieren.

Foto: Rolf Vennenbernd/ picture alliance / dpa
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16 Spiele, zwei Tore. Sami Allagui steht klar im Schatten seines Mainzer Sturmkollegen Shinji Okazaki. Allagui kam vor der Saison auf Leihbasis von Hertha BSC Berlin und wurde den Erwartungen bislang nicht gerecht.

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229 Minuten gespielt, kein Tor. Seine Ausleihe zum SC Freiburg hatte sich Dani Schahin sicher anders vorgestellt. Im vergangenen Sommer von Mainz 05 in den Breisgau verliehen, plagten ihn zunächst muskuläre Probleme. Nach der Verletzung von Winterverpflichtung Nils Petersen kommt Schahin auch nicht zum Zug.

Foto: Michael Kienzler/ Bongarts/Getty Images
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Die Zeit bei Hannover 96 scheint für Jan Schlaudraff abgelaufen zu sein. Der dreifache Nationalspieler spielt bei Tayfun Korkut keine Rolle mehr und wird sich im Sommer wohl nach einem neuen Verein umsehen müssen.

Foto: Alex Grimm/ Bongarts/Getty Images
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Mahir Saglik ist bekannt dafür, gerne mal den Klub zu wechseln. Für zehn verschiedene Vereine spielte der Deutsch-Türke in seiner Karriere. Von daher wäre es nicht verwunderlich, wenn sich die Wege von Paderborn und ihm am Ende der Saison trennen sollten. Der 32-Jährige kam 2013 ablösefrei vom FC St. Pauli, schoss in der Aufstiegssaison 15 Toren maßgeblich zum Bundesligaaufstieg bei. Seitdem konnte er aber kaum überzeugen. Auf 223 Minuten kommt Saglik in dieser Spielzeit unter Trainer André Breitenreiter. Zuletzt stand er nicht einmal im Kader der Ostwestfalen.

Foto: Oliver Krato/ picture alliance / dpa
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Als "Perspektivspieler" verpflichtete der 1. FC Köln in der Winterpause 2014 den Japaner Kazuki Nagasawa ablösefrei von Senshu Univ. Ihm wurde Zeit zur Akklimatisierung eingeräumt. Mittlerweile ist er seit 15 Monaten bei den Kölnern und hat bisher lediglich 33 Minuten Bundesliga gespielt.

Foto: Michael Kienzler/ Bongarts/Getty Images
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Cedric Makiadi kam 2013 für drei Millionen Euro aus Freiburg zu Werder Bremen. Unter Robin Dutt zählte er noch zur Stammelf, bei Victor Skripnik kommt der Kongolese kaum zum Einsatz. Zum Auftakt der Rückrunde weilte Makiadi beim Afrika-Cup, nach seiner Rückkehr blieb ihm erneut nur die Reservistenrolle. Der Schritt zum Führungsspieler im Mittelfeld bei Werder blieb bisher aus.

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Adam Szalai kommt nicht richtig in Tritt. Strafraumstürmer wie er werden an Toren gemessen. Die Bilanz lautet: vier Tore in 17 Spielen. Negativ-Höhepunkt der Hinrunde war seine Rote Karte nach grobem Foulspiel bei der 0:4-Auswärtsniederlage in München. Momentan erhalten Kevin Volland und Anthony Modeste häufig den Vorzug vor dem Ungarn. Schwierige Zeiten für Szalai, der vor der Saison für sechs Millionen Euro von Schalke 04 gekommen war.

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Er sollte der Fels in der Hertha-Defensive sein und mit seiner Erfahrung voran gehen. Johnny Heitinga kam zu Beginn der laufenden Saison ablösefrei vom FC Fulham. Doch die von ihm geforderte Defensiv-Stabilität konnte er seiner Mannschaft nie verleihen. Auch unter Jos Luhukays Nachfolger Pal Dardei kommt Heitinga nicht zum Zug.

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