Transgender in Kolumbien - DER SPIEGEL
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Transgender in Kolumbien Jhon heißt jetzt Gabriela

Bis vor zwei Jahren trug sie noch einen männlichen Vornamen: Eine Schülerin hat in Kolumbien eine Diskussion über Geschlechterrollen ausgelöst.
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Bis vor zwei Jahren trug sie noch einen männlichen Vornamen: Die Schülerin Gabriela Espinosa hat in Kolumbien eine Diskussion über Geschlechterrollen ausgelöst.

Foto: LUIS ROBAYO/ AFP
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Espinosa mit ihren Mitschülerinnen: Die 17-Jährige ist die erste Transfrau, der es erlaubt ist, in der Schuluniform für Mädchen den Unterricht zu besuchen.

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In Kolumbien sind geschlechtsspezifische Uniformen für Mädchen und Jungen die Regel. Erst trug Espinosa nur die neutralere Sportuniform der Mädchen, später auch den Rock.

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Bis vor zwei Jahren hieß die Schülerin noch Jhon Janer Quintero.

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Ein Foto aus Kleinkindertagen: Mit ihrem physiologisch männlichen Körper habe sie sich nie identifizieren können.

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"Seit ich klein war, habe ich mich in einem Körper gefühlt, der nicht meiner war", sagt Espinosa, die in der nordkolumbianischen Region Bolívar eine öffentliche Schule besucht.

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Espinosa mit Mutter und Schwester - ihre Mutter bat bei der Schule darum, dass sie auch in Faltenrock und Bluse in die Schule gehen dürfe.

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Espinosas Schule in der nordkolumbianischen Region Bolívar: Die Akzeptanz für die Veränderung sei sehr groß gewesen, so der Direktor der Schule. "Die Jugendlichen haben sie mit einer großen Selbstverständlichkeit akzeptiert."

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Im traditionell-katholisch geprägten Kolumbien sorgen Geschlechterrollen, die vom klassischen Frau-Mann-Schema abweichen, für besonders große Diskussionen.

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So fiel die Entscheidung von Espinosas Schule in eine öffentliche Diskussion zur Ausrichtung des Sexualkundeunterrichts. Anfang August waren Tausende Kolumbianer einem Aufruf der katholischen Kirche gefolgt, die "Familie öffentlich zu verteidigen."

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Die Demonstranten störten sich besonders an einem Aufklärungskonzept, das das Bildungsministerium gemeinsam mit den Vereinten Nationen erarbeitet hatte - und das vorsieht, unter anderem auch Homo-, Bi- und Transsexualität im Unterricht zu behandeln.

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